Fünfköpfige Bande steht nur vor Gericht

Geldautomaten brachial geknackt

Hanau - Fünf Männer zwischen 34 und 39 Jahren, die angeblich unter anderem reihenweise Geldautomaten aufgebrochen haben, müssen sich nun vor dem Landgericht Hanau verantworten.

In fünf Fällen knackte die Bande laut Anklage zwischen August 2014 und Mai 2015 mit Brachialgewalt zum Teil mehrfach Geldautomaten an der Wilhelm-Rohn-Straße und am Grünen Weg in Hanau sowie in Frankfurt und Troisdorf. Die Täter gingen mit Hammer, Brecheisen und Meisel zu Werke und erbeuteten insgesamt 236.000 Euro.

Vor den Taten soll einer der Angeklagten zwei der Männer, die die nun vor Gericht stehen, aus dem Kosovo nach Deutschland geschleust und als Automatenknacker angelernt haben.

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In weiteren Fällen in Dortmund und Darmstadt wurde die Bande von einem Wachmann entdeckt beziehungsweise. von einer Alarmanlage vertrieben. Die Täter blieben hier zwar ohne Beute, verursachten aber einen hohen Sachschaden. Gleiches gilt für einen Einbruch in einen Gastro- und Imbiss-Lieferservice im Februar 2015 an der Leipziger Straße in Hanau, wo die Bande vergeblich versucht haben soll, einen Tresor aus der Wand zu hebeln.

Geldautomat mit Auto aus der Verankerung gerissen

Gegen drei weitere Mittäter, denen jeweils nur eine Tat zur Last gelegt worden war, wurden im April bereits zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafen zwischen eineinhalb und zwei Jahren verhängt. Für den Prozess gegen die fünfköpfige Bande, der am 1. Juni, um 9 Uhr vor dem Hanauer Landgericht beginnt, sind fünf Verhandlungslage angesetzt. (cs.)

Zahl der gesprengten Geldautomaten nimmt zu

Rubriklistenbild: © dpa

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