„Es fehlt an ehrenamtlichen Helfern“

Gemeinde St. Peter und Paul sieht sich vor große Herausforderungen gestellt

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Pfarrer Olaf Schneider (rechts) und Hans Schwab, stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, warben bei der Pfarrversammlung der Gemeinde St. Peter und Paul um mehr ehrenamtliche Unterstützung aus Reihen der Gemeinde.

Klein-Auheim - Einer Vielzahl an Herausforderungen sieht sich derzeit die katholische Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Klein-Auheim gegenüber. Das wurde auch deutlich bei der jüngsten Pfarrversammlung im Don-Bosco-Haus.

Im Fokus steht nach wie vor die engere Verknüpfung mit den Steinheimer Gemeinden St. Nikolaus und St. Johann im Pfarreienverbund. Mit Blick auf die geplante Bildung der Pfarrgruppe Steinheim/Klein-Auheim im September 2018 hatte Pfarrer Olaf Schneider, wie berichtet, beschlossen, seinen Dienst in Klein-Auheim nicht schon 2017 zu beenden, sondern um ein Jahr zu verlängern. Damit soll auch der Steinheimer Pfarrer Lukasz Szafera als zukünftiger Leiter der Pfarrgruppe entlastet werden. Nach dem Weggang Schneiders soll ihm ein Pfarrvikar zur Seite gestellt werden. „Wir stehen vor Aufgaben, vor denen wir keine Angst haben dürfen und die wir Schritt für Schritt angehen müssen“, sagte Hans Schwab, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats, während der Pfarrversammlung im Don-Bosco-Haus. Gemeinsam mit Pfarrer Olaf Schneider und dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats, Michael Kaiser, betonte er einmal mehr: Es fehlt an ehrenamtlichen Helfern.

Der Mangel wirke sich auf praktische Bereiche wie die Pflege der Außengelände aus, nage aber auch am Gemeindeleben. Vor allem bei den Punkten Caritas, Liturgie, Öffentlichkeitsarbeit und Einbindung der Jugend und jungen Familien sieht der Pfarrgemeinderat Handlungsbedarf. Hier sollen Arbeitskreise gebildet werden, für die die Pfarrgemeinde wiederum zur Mitarbeit aufruft. „Die Arbeit ist immer nur auf ganz wenige Schultern verteilt. Es braucht mehr Personen, die sich verantwortlich fühlen“, sagte Schwab.

Rückmeldungen aus der Gemeinde wünschen sich die Verantwortlichen auch im Hinblick auf das 150-jährige Bestehen der Pfarrkirche, das im Jahr 2018 gefeiert wird, und dem einige Renovierungsmaßnahmen am Gebäude vorausgehen sollen. Im Fokus stehen Beleuchtung, Heizung, Neuanstrich der Wände und die zu steile Außenrampe. Da ein Großteil der Renovierungskosten von der Pfarrgemeinde getragen werden muss, ist St. Peter und Paul dringend auf Spenden angewiesen. Zu einem Ortstermin, an dem Ideen zur Neugestaltung eingebracht werden können, lädt die Gemeinde für Samstag, 19. November, 14 Uhr in die Pfarrkirche ein.

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„Auch müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir die Eucharistiefeier in kleinem Kreise ansprechender gestalten können. Es kann nicht sein, dass die wenigen Gottesdienstbesucher überall in der Kirche verteilt sitzen“, sagte Pfarrer Schneider. Vorgestellt wurden während der Pfarrversammlung zudem zwei Pilotprojekte. Zum einen gliedert die Gemeinde nun einen Teil der Verwaltungsarbeit in den beiden Kitas auf einen Geschäftsträger aus. Patrick Sahm, hauptamtliche Kraft des Bistums Mainz, kümmert sich seit Mitte September unter anderem um die Finanzen der Einrichtungen und entlastet damit die Leiterinnen und den Pfarrer. Zum anderen nimmt St. Peter und Paul als eine von fünf Pilotpfarreien im Bistum an einem dreijährigen Projekt zur Entwicklung eines Arbeitsschutzes teil. Gemeinsam mit dem Verwaltungsrat will ein Mitarbeiter der Stabsstelle Arbeitsschutz des Bischöflichen Ordinariates in Mainz ein Handbuch erarbeiten, für das in den nächsten Wochen die Beurteilung möglicher Gefahrenherde ansteht. Auch hier dürfen Vorschläge von außen eingebracht werden.

Mit ihren Anliegen, Fragen und Ideen können sich Gemeindemitglieder ab sofort über die neue E-Mail-Adresse pgr@pepa.de an die Gremien wenden. Weitere Infos und Termine gibt es auf der Homepage www.pepa.de und im Pfarrbrief „Kontakt“. (did)

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