500 neue Bürger im Lamboy

„Die Entwicklung ist sensationell“

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Die „Grüne Welle“ auf der Lamboystraße soll kommen. Noch in diesem Jahr werde mit den Arbeiten dafür begonnen, verspricht Verkehrsdezernent Andreas Kowol.

Lamboy - Als „sensationell“ bezeichnete Oberbürgermeister Claus Kaminsky beim jüngsten Stadtteiltreffen die Entwicklung des Stadtteils Lamboy/Tümpelgarten. Dort sei die Bevölkerung innerhalb eines Jahres um fast 500 Menschen auf nunmehr 11.936 Einwohner angewachsen.

Die Entwicklung sei inzwischen so positiv, dass ein weiterer Stadtteilentwicklungsprozess dort derzeit keine Priorität habe, so Kaminsky. „Wir führen derzeit drei Stadtteilentwicklungsprozesse parallel in Großauheim, Kesselstadt und Steinheim durch“, erläuterte der OB. „Diese sind sehr arbeits- und zeitintensiv. Im Lamboy sehen wir derzeit dafür keine Notwendigkeit, denn hier läuft es rund.“ Prächtig entwickle sich beispielsweise das Gewerbegebiet „Am Lamboywald“ auf dem nördlichen Teil der ehemaligen Hutier-Kaserne, das fast komplett belegt sei. Für die noch freien Flächen von 20.000 Quadratmeter gebe es bereits Interessenten. Auch zum zukünftigen Wohnquartier „Cardwell-Area“ mit rund 110 Wohneinheiten hatte der OB gute Nachrichten. Mit der Vermarktung habe die Dreger Immobiliengruppe aus Aschaffenburg mit ihrer Gesellschaft Rosenhöfe Immobilien begonnen. Der Baustart folge in Kürze.

Auch die Baugesellschaft Hanau GmbH investiert im Lamboy. Voraussichtlich ab Ende diesen Jahres wird für rund 2,8 Millionen Euro ein Neubau an der Lenbachstraße entstehen, seit Februar laufen für 1,2 Millionen Euro Sanierungsarbeiten in der Gabelsberger Straße, auch die Immobilie in der August-Schärttner-Straße 14 a-d soll ab Ende September für rund 600.000 Euro teilsaniert werden. „Die vierte Häuserzeile in der Siedlung Antoniterstraße wird ebenfalls aktuell saniert und Anfang August wurden die Arbeiten am letzten nicht sanierten Haus Nr. 28 und 28a begonnen. „Die Neubauten dort stehen ebenfalls kurz vor der Fertigstellung“, so er OB.

Ein Traumhaus aus Stroh: Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen

Für die geplante „Grüne Welle“ auf der Lamboystraße werde intensiv geplant, erklärte Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne). Die Verkehrssteuerung erfolge über insgesamt elf Ampelanlagen. „Die Steuerungsprogramme der Anlagen sind teilweise mehrere Jahrzehnte alt und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen.“ Eine Änderung der Programme mit den teilweise sehr alten Steuergeräten sei wirtschaftlich nicht sinnvoll. Deshalb sollen nun alle alten Steuergeräte an den Ampeln ersetzt und so aufeinander abgestimmt werden, dass den Interessen aller Verkehrsarten - Autos, Radler, Fußgänger - Rechnung getragen werde. Geplant sei auch die Einrichtung eines Nachtverkehrsprogramms und teilweise veränderte Fahrstreifenführungen an den Knotenpunkten Chemnitzer-, Ruhr- und Antoniterstraße. Die Realisierung der Maßnahmen beginne noch in 2016. (did)

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