Tag der offenen Tür im Gefahrenabwehrzentrum

Retter für den Notfall gewappnet

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Mit Angeboten für die ganze Familie wartete gestern der Tag der offenen Tür im Gefahrenabwehrzentrum Hanau auf.

Hanau - Einige tausend Besucher nutzten am Sonntag die Möglichkeit zum Blick hinter die Kulissen der Rettungsdienste im Gefahrenabwehrzentrum Hanau. Von Dieter Kögel 

DRK, Feuerwehr, Johanniter Unfallhilfe, DLRG, Polizei und THW informierten über ihre Arbeit, demonstrierten ihre Leistungsfähigkeit bei Schauübungen und sorgten natürlich auch für Spaß und Unterhaltung. „Der liebe Gott muss Feuerwehrmann sein,“ sagte Feuerwehr-Pressesprecher Tibor Roka mit Blick in den blauen Himmel, der das seine dazu beitrug, dass bereits zur Eröffnung des Tages der offenen Tür die Gäste um Punkt 10 Uhr auf das Gelände strömten. Und trotz entferntem Donnergrummelns hielt das Wetter bis zum Ende.

Eine der Hauptattraktionen: Im Tauchcontainer der DLRG zeigten Rettungstaucher ihr Können.

Unter den Gästen waren viele Familien mit Kindern. Denn die Kleinen hatten auch ihren großen Tag. Einmal auf einem Polizeimotorrad sitzen oder in einem großen Feuerwehrauto, das Blaulicht einschalten, sich fühlen wie ein Feuerwehrmann. Die entsprechende Garderobe gab es für die Kinder auch: Warnwesten mit der Aufschrift „Feuerwehr“ und Feuerwehrhelme in Kindergröße gab es zu kaufen. Und sie wurden gekauft. Viele Kids mit Helm und Westen bevölkerten bereits nach kurzer Zeit das Gelände. Und die Hanauer Feuerwehr hat absolut nichts dagegen, wenn der eine oder andere so Zugang zum Dienst bei den Brandschützern bekommt und sich in der Kinderfeuerwehr engagiert. Aber auch die Arbeit in anderen Rettungsdiensten scheint interessant. So hatte die DLRG einen Tauchcontainer aufgestellt, durch dessen Fenster die Rettungstaucher bei ihren Übungen beobachtet werden konnten. Klar, dass die Männer mit Schnorchel und Tauchermasken auch den Kontakt mit den „Landeiern“ an den Fenstern gerne pflegten.

Etwas unheimlich die kurze Fahrt auf dem Schwerlastbett des DRK in den Rettungswagen und wieder zurück. Zumindest für die Kinder, die einen Verletzten mimten. Doch für sie sind die Schwerlastbetten, die hydraulisch in die Wagen hinein und wieder herausgefahren werden, nicht gemacht. Das Hilfsmittel gehört mittlerweile längst zum Alltag der DRK-Retter, wenn es um den Transport schwer übergewichtiger Patienten geht.

Fotos zum Tag der offenen Tür im Gefahrenabwehrzentrum

Spezialsägen, die sogar mit Stahl armiertes Mauerwerk durchtrennen, präsentierte das THW. Ebenso leistungsstarke Pumpen für Fluteinsätze. Die hatte das örtliche THW glücklicherweise in diesem Jahr noch nicht. Aber man sei natürlich vorbereitet, auch für mögliche überregionale Anforderungen.

Spektakulär die gemeinsame Übung von DRK und Feuerwehr am Brandhaus. Starker Rauch quillt aus der Tür im 1. Stock, eine Person hat sich auf den Balkon gerettet, weitere werden im Inneren des Gebäudes vermutet. Mit Blaulicht und Sirene fahren Rettungsfahrzeug und Feuerwehr vor. Denn jede Sekunde zählt. Nur wenige Atemzüge der mit Kohlenmonoxid angereicherten Luft reichen, und der Tod tritt ein, hieß es in der Erklärung. Und „man riecht es nicht.“ Daher auch der eindringliche Rat an die Besucher zur Installation von Rauchmeldern. „Die können Leben retten,“ hieß es.

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