Neues Angebot: Pläne und Wirklichkeit vereinen

Arbeitsagentur unterstützt Wiedereinstieg nach Babypause

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Kirsten Bertram (links) und Sandra Fischer beraten Frauen, die wieder in den Job zurückkehren wollen.

Hanau - Nach einer Auszeit für die Familie wollen Frauen oft zurück in den Beruf. Bei Problemen helfen unter anderem die Arbeitsagenturen. Von Marc Kuhn 

Wenn Frauen Kinder bekommen, steigen sie häufig für eine gewisse Zeit aus dem Beruf aus, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Die Rückkehr fällt vielen schwer. Ihnen helfen Sandra Fischer und Kirsten Bertram – die Wiedereinstiegsberaterinnen der Hanauer Arbeitsagentur. Sie unterstützen Frauen, die nach der Familienzeit beruflich wieder Fuß fassen wollen. Ein neuer Service der Arbeitsagenturen.

Sie sind Wiedereinstiegsberaterinnen bei der Arbeitsagentur. Welche Personengruppe haben Sie im Fokus?

Fischer: Alle Frauen, und natürlich auch Männer, die aus dem Beruf ausgestiegen sind, um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu betreuen. Und die nach einer längeren Phase darüber nachdenken, wieder einzusteigen.

Gilt ihr Beratungsangebot nur für Menschen, die arbeitslos gemeldet oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind?

Bertram: Nein. In erster Linie möchten wir gerade diejenigen erreichen, die noch nicht mit uns im Kontakt sind, also keine Leistungen beziehen und auch nicht arbeitsuchend gemeldet sind. Die wollen wir auf unser Dienstleistungsangebot aufmerksam machen.

Das heißt, Menschen können zu Ihnen kommen, unabhängig davon, ob sie Anspruch auf Arbeitslosengeld haben oder nicht.

Fischer: Genau. Viele wissen nicht, dass sie einen Anspruch auf Beratung haben, unabhängig vom Arbeitslosengeld.

Was bietet die Arbeitsagentur denen, die in Ihre Beratung kommen?

Bertram: Hilfe bei der Planung und Realisierung der Rückkehr in den Beruf. Wir führen individuelle Gespräche, um zu analysieren, welche Vorbedingungen da sind und ob Voraussetzungen fehlen. Kurz, wie man die eigenen Pläne und Wünsche mit der Wirklichkeit am Arbeitsmarkt zusammenführen kann.

Was ist mit den Frauen, die nur halbe Tage oder zu bestimmten Zeiten arbeiten können oder wollen?

Fischer: Auch die sind bei uns richtig. Wir schauen, wie sich die gewünschte Arbeitszeit mit dem jeweiligen Berufsziel vereinbaren lässt und an welchen Stellschrauben sich was drehen lässt.

Was ist, wenn der Beruf oder die Ausbildung schon sehr lange zurückliegen? Oder wenn jemand keine Ausbildung gemacht hat?

Bertram: Das ist kein Hinderungsgrund. Wir prüfen, wie wir das Wissen auf den neuesten Stand bringen können, ob eine Weiterbildung oder eine Ausbildung infrage kommen. Möglichkeiten gibt es viele. Man muss nur wissen, wo man Unterstützung bekommt. Dafür sind wir da.

Gibt es einen Rat, den Sie allen Frauen geben würden, die in Erziehungs- oder Pflegezeiten sind?

Fischer: Einen allgemeinen Rat, der für jeden und jede stimmt, verbietet sich angesichts der Fülle individueller Lebenslagen. Aber man kann sicher sagen, dass eine frühzeitige Rückkehr in den Beruf das Einkommen sichert und später die Altersversorgung.

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Wo bieten Sie Ihre Sprechstunden an?

Bertram: In Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern. Wir führen zudem regelmäßig Informationsveranstaltungen durch. Auf Wunsch kommen wir auch gern in eine Einrichtung, zum Beispiel eine Kindertagesstätte, um gleich mehrere Interessierte zu treffen. Ähnliche Angebote gibt es zum Beispiel auch in Offenbach.

Wie können unsere Leserinnen und Leser Sie erreichen?

Fischer: Einfach unter der Nummer 06181/672 232 oder per Mail unter Hanau.BCA@arbeitsagentur.de. Als Betreff bitte Wiedereinstiegsberatung angeben.

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