100 Einsätze wegen des Unwetters

Hanauer Feuerwehr im Grenzbereich

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Die Feuerwehren waren angesichts der Unwetter in den vergangenen Tagen im Dauereinsatz.

Hanau/Main-Kinzig-Kreis - „Die Belastungsgrenze war erreicht“, schildert Peter Hack, Chef der Hanauer Feuerwehr, im Rückblick die Situation am Dienstagabend. Zwischen 16.30 und 18 Uhr war erneut ein Starkregen über das Stadtgebiet niedergegangen.

Besonders schwer getroffen hatte es diesmal die Stadtteile Wilhelmsbad und Kesselstadt sowie das Musikerviertel und die Ruhrstraße im Stadtteil Lamboy. Rund 100 mal war daraufhin die Hilfe der Feuerwehr vonnöten. Dabei galt es zum Großteil, vollgelaufene Keller leer zu pumpen. Unterstützt wurden die Hanauer Wehren von den Kollegen aus Maintal, Schöneck und Großkrotzenburg. Bis zu 200 Einsatzkräfte rückten bis gestern um 0.30 Uhr aus. Für die Feuerwehr in Hanau bedeutete das den zweiten Großeinsatz innerhalb von drei Tagen. Erst am Sonntag hatten die Helfer bis in die späten Abendstunden Straßen und Keller in Mittelbuchen leergepumpt.

Doch auch gestern blieb den Einsatzkräften keine Zeit zum Durchatmen. Am Vormittag waren bereits einige Anrufe besorgter Bürger eingegangen, in deren Kellern das in den letzten Tagen stark angestiegene Grundwasser durch die Wände drückte. Ein Fall, in dem auch die Feuerwehr machtlos ist, wenn es keine eigentliche Überschwemmung abzupumpen gilt, erklärte Hack.

Unwetter: Bilder aus der Region

Zudem stehen für die Feuerwehr zurzeit regelmäßige Kontrollfahrten zu den Bachläufen im Stadtgebiet an, um die Wasserstände zu überprüfen. Diese sind am Limit angekommen, kämen neue starke Regenfälle hinzu, müsste die Wehr abpumpen, um weitere Überschwemmungen zu verhindern. „Wir sind auf Standby“, sagt der Feuerwehr-Chef, der mit seinen Kollegen darauf gefasst ist, dass in den nächsten Tagen weitere Einsätze auf sie zukommen.

Auch im Main-Kinzig-Kreis hatte der Starkregen am Dienstagabend für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Dabei wurden auch zahlreiche Straßen überflutet. Die A66 musste kurz nach 20 Uhr in Richtung Fulda zwischen Gründau-Lieblos und Gelnhausen-Ost wegen Überflutung komplett gesperrt werden. 

lho/azi

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