Erneut Gelegenheit zur Karussellfahrt

Historisches Karussell: Schon dreht es sich wieder

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Beeindruckend ist nicht nur die Fahrt auf, sondern auch der Blick unter das Karussell. Zu beidem besteht am Sonntag wieder die Gelegenheit.  

Hanau - „Wir sind sehr glücklich, dass wir so viele Menschen glücklich machen konnten“, sagt Stefan Bahn, Vorsitzender des Fördervereins für das historische Karussell im Staatspark Wilhelmsbad.

Auch eine Woche nach dem großen Fest zur Wiederinbetriebnahme des weltweit ältesten festen Karussells stehen er und die anderen Vereinsmitglieder, die sich 18 Jahre lang für die Sanierung des Kleinods stark gemacht hatten, noch ganz unter den Eindrücken der drei Festtage. „Die Hanauer haben ,ihr’ Karussell in Besitz genommen“, sagt Bahn. Der Fördervereinsvorsitzende schätzt, dass rund 40 bis 50.000 Besucher nach Wilhelmsbad kamen, um das restaurierte Fahrgeschäft zu sehen und zu feiern. Bahn: „Wir hätten nie mit einem solchen Wahnsinnszuspruch gerechnet.“

Besonders gut im Gedächtnis werden ihm und seinen Mitstreitern dabei wohl die vielen glücklichen Gesichter der Festbesucher bleiben, deren Kindheitstraum von einer Fahrt auf „ihrem“ Karussell endlich wahr wurde. Knapp 4 500 Gäste hatten das Glück, in einer der Kutschen Platz nehmen zu können. Weil die Nachfrage aber weiterhin groß ist, besteht schon an diesem Sonntag, 31. Juli, von 12 bis 17 Uhr erneut die Gelegenheit zu Karussellfahrten. Auch die Fördervereinsmitglieder und die Gewinner der verlosten Freikarten für den Freitagabend, die ihre Fahrt wegen des heftigen Gewitters nicht antreten konnten, sind am Sonntag eingeladen, ihre Tickets einzulösen. Für alle anderen sind Karten zu vier Euro (Erwachsene) bzw. zwei Euro (Kinder bis elf Jahren) direkt am Karussell erhältlich. Während dieser Zeit gewährt der Förderverein im Gewölbekeller auch wieder Einblicke in die Technik des für 4,1 Millionen Euro sanierten Fahrgeschäfts.

Bilder: Historisches Wilhelmsbader Karussell

An sieben bis acht Tagen pro Jahr soll sich das Karussell künftig drehen. So etwa am 11. September zum Tag des offenen Denkmals, zum Federweißenfest am 3. Oktober und zum St. Martinsfest (5./6. November). Ab August werden auch regelmäßig Führungen angeboten. Weitere Infos im Internet. (lho)

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