Douglasienzapfen aus ganz Hessen werden in der Staatlichen Samendarre eingelagert

Hohe Samenausbeute erwartet

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Forstwirtschaftsmeister Peter Machel hat alle Hände voll zu tun, um die Douglasienzapfen aus ganz Hessen einzulagern.

Hanau - Drei Wochen wird die diesjährige Ernte der Douglasien-Zapfen in Hessen dauern. Dabei kommt der Samendarre des Forstamts Hanau-Wolfgang eine besondere Bedeutung zu.

Denn hier werden die wertvollen Zapfen, die unter anderem in den Wäldern der Forstämter Weilmünster, Romrod oder Melsungen geerntet werden, eingelagert. Die staatliche Samendarre beim Forstamt Hanau-Wolfgang ist für die Ernte und Bevorratung von Baumsamen für die Wälder des Landes Hessen zuständig. „Dieses Jahr haben wir eine hohe Samenausbeute pro Zapfen“, freut sich Forstamtsleiter Christian Schaefer. „Die Ernte von Douglasienzapfen ist aufwändig und teuer. Jeder einzelne Zapfen muss von speziell ausgebildeten Zapfenpflückern in der Baumkrone abgepflückt werden“ In Hanau werden die Douglasien-Zapfen getrennt nach Ernte-Herkünften in speziellen Zapfenschuppen eingelagert. „Es werden circa 15 Tonnen Zapfen werden“, schätzt der Forstamtsleiter.

In den Zapfenschuppen der Samendarre reifen die Douglasienzapfen zehn Wochen nach und werden dann weiterverarbeitet. „Die Zapfen werden geklengt, um den Samen zu gewinnen“, erklärt Forstwirtschaftsmeister Peter Machel den Arbeitsgang, bei dem die Samen aus den Zapfen gerüttelt rüttelt und anschließend von Verunreinigungen befreit werden. „Aus 100 Kilogramm Zapfen können gerade mal ein Kilogramm Samen gewonnen werden,“ weiß Machel. Allerdings könnten aus einem Kilogramm Samen bis zu 25.000 kleine Douglasienbäume angezogen werden.

Von den Förstern und der Samendarre wird bei der Ernte penibel auf die Herkunft der Douglasie geachtet, um das Saatgut rein zu halten und nur die beste Qualität zu verwenden. Jede Saatgutpartie bekommt zur Identifizierung eine Art Geburtsurkunde, das so genannte Stammzertifikat, ausgestellt. Dieses begleitet das Saatgut in die Darre. Dort werden die Zapfen so bearbeitet, dass das gewonnene Saatgut bei minus zehn Grad Celsius eingefroren und so über Jahre haltbar gemacht werden kann. Zur dauerhaften Identifizierung wird von jedem Baum eine Rückstellprobe von einem unabhängigen Institut aufbewahrt, um den Ursprung des Saatguts im Zweifelsfall nachweisen zu können. Im Frühjahr werden die Samen in den Baumschulen wiederum nach Saatgutpartien getrennt ausgesät und zu kleinen Bäumchen angezogen, die dann nach frühestens zwei Jahren in Wäldern gepflanzt werden. did

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