Heimische Wirtschaft im Stimmungshoch

IHK: „Es läuft richtig rund“

Hanau/Main-Kinzig-Kreis - Fast schon poetisch beginnt der jüngste Konjunkturbericht der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern: „Dieser Herbst und wohl auch der Winter stehen im Main-Kinzig-Kreis ganz im Zeichen einer milden Konjunktursonne“, heißt es da. Von Dirk Iding 

Erneut hat die IHK Unternehmen aus ihrem Kammerbezirk zur wirtschaftlichen Lage befragt und aus den 186 Rückmeldungen ein Bild der aktuellen Lage der heimischen Wirtschaft sowie deren nähere Zukunftsaussichten gezeichnet. Und beides fällt insgesamt positiv aus. Dass 36,6 Prozent der befragten Unternehmen ihre konjunkturelle Lage als gut und immerhin mehr als 50 Prozent als zufriedenstellend bezeichnen, ist für die IHK der Beleg, „dass die Wirtschaft in der Region richtig rund läuft“.

Und die Erwartungen der Unternehmen seien sogar noch optimistischer als in der Frühjahrsumfrage. 70,5 Prozent der Unternehmen gehen demnach von einer weiteren soliden Entwicklung aus, 16 Prozent erwarten sogar Umsatzsteigerungen und nur noch 13,4 Prozent gehen von sinkenden Umsätze aus. Somit ist der IHK-Konjunkturklima-Index seit der letzten Umfragen von 112,2 auf nun 113,9 Punkte gestiegen. Alle Werte jenseits der 100 wertet die IHK dabei als erfreulich.

„Die gute Stimmung zeigt sich auch daran, dass die befragten Unternehmen in den vergangenen sechs Jahren nur ein einziges Mal noch weniger Risiken sahen als diesmal“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde. Und dabei wurde in der jüngsten Umfrage das Risiko „Fachkräftemangel“ so hoch wie noch nie bewertet. Daher, so Quidde, sei es beruhigend zu wissen, dass die Unternehmen immer stärker gegensteuerten, indem sie zum Beispiel auf Aus- und Weiterbildung setzten. Das biete insbesondere auch Flüchtlingen mit guten Deutschkenntnissen Chancen zur Integration, meint der IHK-Hauptgeschäftsführer.

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Fast jedes zweite Unternehmen könne zur Zeit offene Stellen nicht besetzen. Dabei suche die Hälfte der Unternehmen Fachkräfte mit einer klassischen dualen Ausbildung, nur etwas mehr als ein Drittel benötigt vor allem Fach- und Hochschulabsolventen. Allerdings: Nur jedes achte Unternehmen bietet Menschen ohne Ausbildung Arbeit. Gesucht werden vor allem technische Berufe (47,6 Prozent), kaufmännische Mitarbeiter (25 Prozent) und IT-Kräfte (11,9 Prozent).

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