Eisernes Priesterjubiläum von Josef Seuffert

Vor 65 Jahren Primiz gefeiert

+
Für Domkapitular Prälat Josef Seuffert, der vor 65 Jahren in der Gemeinde St. Johann seine Primiz gehalten hatte, wurde in der Marienkirche ein festliches Hochamt gefeiert.

Steinheim - Gestern feierten die beiden Steinheimer katholischen Gemeinden St. Johann und St. Nikolaus aus Anlass des Eisernen Priesterjubiläums von em. Domkapitular Prälat Josef Seuffert, der aus der Gemeinde St. Johann stammt und vor 65 Jahren dort seine Primiz gefeiert hatte, in der Marienkirche ein festliches Hochamt.

Anschließend gab es die Möglichkeit, bei einem Empfang im Kardinal-Volk-Haus dem 90-jährigen Geistlichen persönlich zu gratulieren. Josef Seuffert ist Gründungs- und Ehrenmitglied des Kirchenchores von St. Johann, der das von Pfarrer Olaf Schneider zelebrierte Festamt musikalisch begleitete. „Das Eiserne Priesterjubiläum ist ein seltenes Fest. Wir freuen uns sehr, dass Sie ihren Ehrentag mit uns feiern“, begrüßte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Christa Grünbecken den Jubilar. „Ich fühle mich Steinheim sehr verbunden, bin froh mit ihnen den Ehrentag meiner Primiz feiern zu können. Ich möchte auch hier in Steinheim begraben werden“, dankte der Jubilar. „Mir wurde in meinem Leben so viel geschenkt und ich habe sehr viele Menschen kennengelernt. Priester ist ein großartiger Beruf. Wir sollten dankbar sein, dass es Priester gibt, die sich um die Menschen kümmern“, sagte Josef Seuffert, der am 1. Juni 1926 in Steinheim am Main geboren wurde.

Am 15. Juli 1951 wurde er in Mainz von Bischof Albert Stohr zum Priester geweiht. Nach verschiedenen Kaplansstellen im Bistum Mainz wurde er Bundeskurat der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) in Düsseldorf (1960-1967) und später Sekretär der Kommission für das Einheitsgesangbuch „Gotteslob“ (1967-1973). Außerdem war er Hauptschriftleiter der vom Liturgischen Institut in Trier herausgegebenen und von ihm mitbegründeten Zeitschrift „Gottesdienst“. Für seine Verdienste wurde er mit den Päpstlichen Ehrentiteln Monsignore (1975) und Päpstlicher Ehrenprälat (1986) geehrt. Seuffert leitete das Seelsorgeamt des Bischöflichen Ordinariates von 1975 bis 1993. Anschließend war er bis zum Eintritt in den Ruhestand und Emeritierung als Domkapitular im Jahr 1996 Vorsitzender der Liturgischen Kommission des Bistums Mainz und Leiter des Referates „Liturgie und Kirchenmusik“. Ende 2015 sind die autobiographischen Erinnerungen von Domkapitular em. Josef Seuffert über seine Zeit im Priesterseminar für Kriegsgefangene in Orléans und Chartres (1945 bis 1947) erschienen. Das Buch „Gesang hinter Stacheldraht“ hat 104 Seiten und ist in der Reihe „Mainzer Perspektiven - Aus der Geschichte des Bistums“ erschienen. hoh

Kommentare