Karussell-Förderverein zieht Bilanz - und blickt voraus

Schon 6800 Fahrgäste in den Kutschen

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Dr. Thomas Ludwig von der Staatlichen Schlösser- und Gärtenverwaltung und Stefan Bahn (rechts) mit einer Bildtafel des Karusselltempelchens.

Hanau - Die bei der Vereinsgründung im Jahr 1998 postulierten Ziele der Förderer des Wilhelmsbader Karussells sind erreicht. Das Karussell ist restauriert und es dreht sich wieder. Von Dieter Kögel 

Jetzt wird sich der Förderverein vornehmlich dem Betrieb des Karussells widmen, wie der alte und neue Vorsitzende Stefan Bahn bei der Mitgliederversammlung betonte. Der Verein habe mit seinen Aktivitäten dafür gesorgt, „Wilhelmsbad wieder in das Bewusstsein der Hanauer zu rücken“, lobte Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck in ihren Grußworten. „Die Botschaft heißt Danke, Danke, Danke.“ Den Dank gab Bahn an all seine Mitstreiter weiter, an den Direktor der Staatlichen Schlösser- und Gärtenverwaltung, Karl Weber, an Dr. Thomas Ludwig, der für die Behörde auch nach Eintritt in den Ruhestand  das Großprojekt weiter betreut habe, und an Diplom-Ingenieurin Christiane Colhoun, die quasi als Bauleiterin das Vorhaben zum glücklichen Ende gebracht habe.

Rund 50.000 Menschen, so schätzte Stefan Bahn, seien innerhalb der drei Tage, an denen die Eröffnung des Karussells gefeiert wurde, in den Staatspark gekommen. Und 6800 Gäste seien bislang in den Kutschen des Karussells gefahren. „Es ist super angenommen worden,“ und „die Hanauer haben Besitz von ihrem Karussell ergriffen“ - ob in den Kutschen sitzend oder bei den Führungen ins Untergeschoss, wo die Antriebstechnik zu besichtigen ist.

Bereits am 3. Oktober wird es anlässlich des Federweißenfests wieder soweit sein. Karussellfahrten und Führungen werden angeboten, ein Unterhaltungsprogramm erwartet die Besucher auf der Promenade, und natürlich gibt es auch den Rauscher aus Reben. Beim überaus beliebten Martinsfest im Park am 12. und 13. November besteht dazu erneut Gelegenheit. Karten fürs Karussell gibt es wie bisher jeweils vor Ort.

Betrieb und Wartung des Karussells liegen gemäß einer Vereinbarung mit dem Förderverein in Händen der Familie Hollenbach, die selbst Fahrgeschäfte betreibt und Mitglied im Verein ist. Bei der Mitgliederversammlung wurde auch einstimmig die Abschlussrate von 150.000 Euro an die Verwaltung der Schlösser und Gärten freigegeben. Insgesamt hat der Förderverein 1,1 Millionen Euro zu den Sanierungskosten von 4,1 Millionen beigesteuert.

Der Förderverein geht mit einem verkleinerten Vorstand in die Zukunft. Statt der bislang 15 Vorstandsmitglieder gibt es künftig nur noch fünf. Der kurzen Kommunikationswege wegen, so der wiedergewählte Vorsitzende Stefan Bahn. Sein Stellvertreter ist Thomas Niewelda, Geschäftsführer bleibt Uwe Niemeyer, Tobias Henkes zeichnet künftig für die Finanzen verantwortlich, Susanne Hohl-Glassen gehört dem Vorstand als Beisitzerin an. Bildtafeln mit dem Karusselltempelchen gab es schließlich für alle ehemaligen Vorstandsmitglieder, die sich über viele Jahre für die Belange des Wilhelmsbader Karussells engagiert haben.

Bilder: Historisches Wilhelmsbader Karussell

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