Während der Sommerferien laufen in vielen Schulen und Kitas Sanierungsarbeiten

Keine Pause für Handwerker

Hanau - Während Schul- und Kita-Kinder die Sommerferien genießen, wird in etlichen Gebäuden in der Brüder-Grimm-Stadt eifrig gearbeitet. Handwerker und Techniker sind zugange. Ferienzeit ist Sanierungszeit in Schulen und Kitas. Von Christian Spindler 

Dieses Jahr wird dank eines Förderprogramms des Landes sogar noch etwas mehr Geld investiert als in den Jahren zuvor. In zwölf Schulen und sieben städtischen Kitas liefen oder laufen momentan Sanierungen, werden Fenster und Fassaden oder die Haustechnik erneuert, Sanitäranlagen, Klassenräume oder Treppenhäuser renoviert. Umfangreichstes Projekt ist derzeit die Sanierung der Karl-Rehbein-Schule. Seit sieben Jahren laufen dort Baumaßnahmen. Derzeit ist der fünfte Abschnitt dran. „Er soll im September fertig sein“, sagt Sibylle Jesgarz vom städtischen Eigenbetrieb Immobilien- und Baumanagement (IBM). 3,8 Millionen Euro sind veranschlagt. Im sechsten und letzten Bauabschnitt, zu dem unter anderem die Erneuerung des Eingangsbereichs zählt, sollen bis Mitte 2018 weitere 1,65 Millionen verbaut werden. Dann ist das Innenstadt-Gymnasium die erste Schule in Hanau, bei der die Grundsanierung abgeschlossen ist. 15,5 Millionen Euro wird die Stadt laut IBM am Ende insgesamt in die Gebäude-Erneuerung gesteckt haben.

Die Hohe Landesschule (Hola) ist diejenige, die besonders von einem kommunalen Infrastrukturpaket (KIP) profitiert, das Wiesbaden aufgelegt hat und von dem Hanau um die fünf Millionen Euro zu erwarten hat. Allein in die Hola fließen über das Programm bis 2018 etwa 1,3 Millionen Euro. Derzeit wird in dem Gymnasium für insgesamt 670.000 Euro nicht nur die Brandschutztechnik aufwendig erneuert; es werden neben der Innensanierung auch die zum Teil maroden Fenster ausgetauscht. Ohne KIP „hätten wir das in diesem Jahr nicht gestemmt“, sagt IBM-Vizechefin Jesgarz. Der Fensteraustausch an der Hohen Landesschule soll auch nach den Ferien sukzessive weitergehen. Ebenfalls eine KIP-Maßnahme ist die derzeit laufende Fenster- und Fassadensanierung am letzten Trakt der Großauheimer Lindenauschule, in der es dann dreifach verglaste Fenster geben wird. Aktuelles Kostenvolumen: 300.000 Euro.

Neben Bauarbeiten in den Kaufmännischen Schulen, der Gebeschus- oder der Heinrich-Heine-Schule, die momentan für 200.000 Euro unter anderem ebenfalls neue Fenster bekommt, ist die Großauheimer August-Gaul-Schule eine derjenigen, in denen „in kleineren Etappen“, so Jesgarz, Sanierungsmaßnahmen angegangen werden. Voriges Jahr wurden Klassenräume saniert, derzeit geht es um Sicherheitstechnik und Treppenhäuser. Und in den Herbstferien sollen die Lehrertoiletten neu gemacht werden. In 2016 stehen für die August-Gaul-Schule, die gerade 100. Geburtstag gefeiert hat, 210.000 Euro zur Verfügung, nächstes Jahr sollen es 100.000 Euro sein.

Die gravierendsten Mängel in deutschen Kitas

Die Erneuerung der Sicherheitstechnik ist auch Teil der Arbeiten in der Theodor-Heuss-Schule in Steinheim. Im vergangenen Jahr wurden Klassenzimmer renoviert. Für die jetzigen Maßnahmen sind 130.000 Euro eingeplant. Nach den Ferien können sich Schüler und Lehrer unter anderem über ein neues Treppenhaus, neue Beleuchtung und Lärm schluckende Akustikdecken freuen. Während der Ferien liefen auch Sanierungsmaßnahmen in sieben städtischen Kitas. Kostenvolumen insgesamt: 2,8 Millionen. Größtes Projekt ist mit 1,965 Millionen Euro der dritte Bauabschnitt bei der Grundsanierung der Albert-Schweitzer-Kita im Stadtteil Lamboy.

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