Kerb der Kirchengemeinde St. Jakobus

Grundsteinlegung vor 250 Jahren

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Bischof Heinz Josef Algermissen war gestern Morgen beim Festgottesdienst zu Gast.

Großauheim - Über Besuchermangel brauchten sich die Organisatoren der dreitägigen Großauheimer Kerb an der Paulskirche wahrlich nicht zu beklagen und am Sonntag erwartete die Kirchengemeinde St. Jakobus auch noch einen ganz besonderen Gast.

Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen kam aus Anlass der Grundsteinlegung der St. Jakobus-Kirche vor 250 Jahren zu einem Pontifikalamt nach Großauheim. Zudem war das 50-jährige Priesterjubiläum von Pater Daniel Nüssle ein weitere Anlass, aus der Domstadt an den Main zu kommen. Algermissen erläuterte den Gläubigen „drei generationsübergreifende Wahrheiten“. „Jedes Gotteshaus, sei es romanisch, gotisch, barock oder modern, hat einen Grundstein, der alles zusammenhält. Der Eckstein und das Fundament, auf dem die Kirche erbaut ist, ist und bleibt Jesus Christus.“ Als tragende Teile bezeichnete er die Säulen und Pfeiler im Gotteshaus - so wie die zwölf von Jesus Christus gesandten Apostel „als Säulen seiner Kirche“. Um ein Gotteshaus zu vollenden, brauche man aber auch die mittragenden Wände, Fenster, Stuck und Farbe sowie tausende von Steinen und Teilen, die den Bau erst zum Gotteshaus werden lassen. „Das Zentrum der Kirche ist Jesus Christus, er gibt Halt und Stütze“, monierte der Bischof, dass „viele in unserer Gesellschaft ohne Basis umher flattern“. „Geben Sie die Erfahrung, dass der Glaube Stütze und Halt ist, an ihre Kinder weiter“, bat Algermissen inständig, die Kette des Glaubens nicht abreißen zu lassen. Zudem dankte er den Menschen für ihr Engagement in vielfältigen Funktionen in der Gemeinde.

Die Festgarnituren an der Paulskirche waren an allen drei Tagen der Großauheimer Kerb gut besetzt.

„Wer sich zur Auferstehung Jesu Christi vom Tode bekennt, muss auch Stellung beziehen in der Frage der Flüchtlingsströme und deren Herausforderung. Ein „Wir schaffen das“ allein reicht nicht – es muss ein Konzept entwickelt werden“, forderte der Bischof. Das Kirchweihfest war an allen drei Tagen sehr gut besucht. Beim Kerbauftakt hatte die Pfarrei zum traditionellen Eintopf eingeladen. „Die 300 Portionen Erbsensuppe waren fast alle verkauft“, freute sich Michael Hofmann von den zur Gemeinde gehörenden Pfadfindern, die sich seit 23 Jahren federführend um die Ausrichtung Kerb kümmern.

Am 1. Kerbabend begeisterte die Hanauer Band „Just9“ und am Samstagabend ließ die Auheimer Band „Banjoory“ mit ihrer fröhlichen Live-Präsenz und energiegeladenem deutsch-englischem Reggae-Sound den Stimmungspegel vor dem Pfarrzentrum stetig ansteigen. Gestern eröffnete -nach dem Festgottesdienst - ein bayerischer Frühschoppen den letzten Tag des Kirchweihfests, den die „Auheimer Musikanten“ mit Blasmusik untermalten. Zum weiß-blauen Motto passend wurde den Kerbgästen ein bayerisches Frühstück serviert. „Für die Kerb benötigen wir an den Ständen rund 300 Festdienste, die wir dank vieler Helfer aus der Pfarrei und Auheimer Vereinen besetzen können“, erläuterte Michael Hofmann. Eine Abschlussandacht in der Jakobuskirche beendete gestern Abend das Kirchweihfest. J hoh

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