Eröffnung im April 2017 geplant

Klinikum Hanau baut eigenes Parkhaus

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Am alten Gebäude C, in dem früher unter anderem die Pathologie des Klinikums Hanau untergebracht war, haben die Abrissarbeiten mit der Entkernung begonnen. An dieser Stelle soll das neue Klinik-Parkhaus mit 250 Plätzen entstehen. Die geplante Eröffnung ist im April 2017.

Hanau - Parkplätze sind rund um das Klinikum Hanau und erst recht auf dem Gelände selbst ein rares Gut. Doch lange Schlangen vor der Schranke zum Parkplatz und Staus in der Leimenstraße sollen bald passé sein. Das Klinikum Hanau baut ein eigenes Parkhaus mit 250 Stellplätzen. Geplante Eröffnung ist im April 2017. Von Dirk Iding 

Am so genannten C-Bau, einem Altbau, der an der Ecke Leimenstraße/Mühlstraße steht und in dem früher neben Patientenzimmern und Praxen unter anderem auch die Pathologie des Klinikum untergebracht war, haben nun die Abrissarbeiten begonnen. Der C-Bau weicht dem neuen Parkhaus, das die Klinikum Hanau GmbH an dieser Stelle errichten will. Dort werden bis zu 250 Autos Platz finden. Zur Zeit verfügt das Klinikum auf dem Klinikgelände selbst nur über 66 Parkplätze, rund die Hälfte davon im Bereich der alten Pforte. „Für ein großes Krankenhaus mit rund 750 Betten ist das natürlich zu wenig,“ weiß Volkmar Bölke, Geschäftsführer des Klinikums Hanau. Besucher müssten deshalb auf umliegende Parkhäuser und Parkplätze ausweichen. So ist auch die von der städtischen Parkhaus Gesellschaft betriebene Tiefgarage Klinikum-Süd an der Röderstraße mit 82 Plätzen oft voll belegt.

Deshalb war es schon lange Wunsch der Klinik-Verantwortlichen, die Parkplatz-Kapazität auf dem Klinikgelände deutlich zu erhöhen. Mit der Eröffnung des Klinik-Neubaus im Jahr 2012 lässt sich dieser Wunsch nun endlich umsetzen. „Wir haben lange hin- und her überlegt, wo das neue Parkhaus hinkommen soll,“ sagt Jens Relke, Leiter des Geschäftsbereichs IT und Technik am Klinikum Hanau. Doch am Ende sei ganz klar gewesen, dass einzig das Areal des Gebäudes C für einen Parkhaus-Neubau in Frage komme. Doch erst nach Fertigstellung des Neubaus und dessen Bezug, wodurch wieder andere Klinik-Gebäude frei wurden, konnte das Gebäude C nach und nach geräumt werden, so dass es seit April leer steht. Nun wird mit dem Abriss begonnen. Bis es dann aber mit dem eigentlichen Bau des Parkhauses los geht, sind noch einige Vorarbeiten zu erledigen. Beispielsweise müssen die Klinik-Infrastruktur und der Müllhof neu geordnete werden. Dafür seien auch einige Umbauarbeiten notwendig, um den nötigen Platz für das künftige Parkhaus zu schaffen, teilt das Klinikum mit.

Geplant ist ein fünfstöckiges Parkhaus, dessen Höhe sich an der Nachbarbebauung orientiert. Es wird als so genannte Stahlverbundkonstruktion errichtet. Das heißt, das Grundgerüst bildet ein Stahlbau, in den die Decken eingehängt und mit Beton gefüllt werden. Die zentrale Zufahrt wird über die Leimenstraße erfolgen, die Ausfahrt über die Mühlstraße. Rund drei Millionen Euro netto wird die Klinikum Hanau GmbH in den Neubau des Parkhauses investieren.

Tag der offenen Tür im Klinikum

Die Gebühren in dem neuen Parkhaus sollen sich nach Angaben des Klinikums an denen der städtischen Parkhaus-Gesellschaft orientieren. Das Parkhaus wird im Eigentum des Klinikums verbleiben, die Bewirtschaftung wird aber von der städtischen Parkhaus-Gesellschaft im Auftrag des Klinikums übernommen. Die vorhandenen 66 Parkplätze auf dem Klinikgelände sollen erhalten, aber im Zuge der Beseitigung der nicht mehr benötigten alten Pforte neu geordnet werden. Und deren Benutzung dürfte nach Fertigstellung des Parkhauses deutlich teurer werden. Das hatte jedenfalls Klinikdezernent, Oberbürgermeister Claus Kaminsky, unlängst bereits angekündigt.

Das neue Klinikum-Parkhaus werde in erster Linie ein Angebot für Patienten und Besucher des Krankenhauses sein, also für Kurzparker. Es wird nur in der Zeit von 6 bis 22 Uhr geöffnet haben. Dies geschehe auch zum Schutz der Anwohner vor Lärm und Verkehr in den Nachtstunden.

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