Kunst- & Kulturförderverein Steinheim stellt Aktivitäten ein

KuKSte macht keine Musik mehr

Steinheim - Bereits im Sommer vorigen Jahres hat der Kunst- & Kulturförderverein Steinheim (KuKSte) seinen Konzertbetrieb im Gewölbekeller der Zehntscheune in der Altstadt eingestellt, weil es mit dem Eigentümer keine Einigung über die Verlängerung des Mietvertrags gab.

Jetzt werden die Aktivitäten komplett eingestellt. Es fehlt an Helfern, an Besuchern - und an einer neuen Veranstaltungsstätte. Nach dem Lamboyfest und dem Steinheimer Altstadtfest, an denen sich KuKSte 2015 beteiligte, wurde nach einem alternativen Standort gesucht, auch außerhalb von Steinheim. Mit Unterstützung der Stadt wurden 20 mögliche Räumlichkeiten in Augenschein genommen. „Doch nichts passte zum Konzept und den finanziellen Möglichkeiten“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zum Teil wären immense Umbaukosten angefallen, es fehlten Parkplätze oder der Konzertbetrieb nach 22 Uhr wäre aus Rücksicht auf die Anwohner nicht möglich gewesen.

Bei der Jahreshauptversammlung von KuKSte wurde nun beschlossen, „dass bis auf weiteres Veranstaltungen jeglicher Couleurs nicht mehr durchgeführt werden können“. Neben fehlenden Räumlichkeiten sei ein weiterer Grund, dass die ehrenamtliche Hilfe von Mitgliedern stark rückläufig ist. „Überalterte Mitglieder, fehlender engagierter Nachwuchs oder zu viele Auflagen sind nicht nur das Problem von KuKSte“, so der Vorsitzende Stefan Gessner. Bei KuKSte kam dazu, dass sich Aktive aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründe zurückziehen mussten. Daher mache „ein weiterer Vereinsbetrieb wie bisher keinen Sinn“, war der Konsens bei der Jahreshauptversammlung. Auch die Teilnahme von KuKSte beim Lamboyfest und beim Steinheimer Altstadtfest 2016 wurde abgesagt.

Ein weiterer Grund für das Einstellen der Aktivitäten seien ausbleibende Konzertbesucher. „Die meisten Leute, insbesondere die jüngeren, schauen sich lieber im Web Musik an, anstatt zu Live-Acts zu gehen, Und wenn man zu Livekonzerten geht, sind es eher die teuren Konzerte mit namhaften Künstlern. Talentierte Künstler aus der Region oder aus ganz Deutschland bleiben auf der Strecke“, so Gessner. Selbst freier Eintritt oder Eintrittspreise unter zehn Euro lockten kaum mehr jemanden. Vorerst ruhen nun sämtliche Aktivitäten von KuKSte. Ob sie wieder aufgenommen werden, sei völlig offen, heißt es. Eventuell müsse der Verein sogar komplett aufgelöst werden.

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cs

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