Wilhelmsbader Kurpark

Kuppel des Karussells nun sichtbar

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Das Dach der Einhausung des historischen Pferdekarussells wurde inzwischen demontiert. Die neu mit Schiefer eingedeckte Kuppel des Kleinods ist zu sehen, mehr aber (noch) nicht. Die große Karussell-Einweihung folgt im Juli.

Wilhelmsbad - Am historischen Pferdekarussell im Wilhelmsbader Kurpark tut sich was – mittlerweile wurde die hölzerne Einhausung zum Schutz des weltweit einmaligen Denkmals, das in den vergangenen Jahren von Grund auf saniert wurde, zumindest teilweise abgebaut. Bereits seit 2007 ist das Karussell eingehaust.

Als Erstes wurde nun das Dach des hölzernen Kokons über dem 1779/80 von Franz-Ludwig von Cancrin gebauten Karussell abgenommen. Darunter ist nun die neu mit Schiefer eingedeckte Kuppel des historischen Kleinods zu sehen. Die restliche Einhausung bleibt zunächst noch stehen. „Das erhält die Spannung. Man kann weiterhin noch nicht in das Karussell hineinschauen“, sagt Stefan Bahn, Vorsitzender des rührigen Fördervereins für das historische Pferdekarussell, der einen großen Anteil an der Finanzierung der millionenteuren Sanierung des Karussells beigesteuert hat.

Am Wochenende, 22. bis 24. Juli, soll das sanierte Karussell mit einem Fest eingeweiht werden. Dann wird sich das Karussell auch erstmals seit vielen Jahrzehnten wieder drehen. Denn das war von Anfang an die Zielvorgabe des Fördervereins: Ein Karussell nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Mitfahren. Für die Einweihung verspricht der Fördervereinsvorsitzende „ein Riesenfest“. Bahn: „Das wird eine Woche vor der Wilhelmsbader Sommernacht ein Spektakel, auf das wir uns schon riesig freuen.“

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Kein Wunder, stellt doch die Einweihung des Karussells einen Glanzpunkt in der Erfolgsgeschichte des 1998 gegründeten Fördervereins dar, die aber damit noch lange nicht abgeschlossen sein wird. Denn, so sieht es die Vereinbarung mit der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen vor, der Förderverein wird künftig für den Betrieb des Karussells verantwortlich bleiben. „Unsere Arbeit ist mit der Einweihung des Karussells noch lange nicht beendet“, sagt Stefan Bahn, der zu den Gründern des Vereins gehört und Vorsitzender seit der ersten Stunde ist. Geplant sei, dass das Karussell künftig an fünf bis sechs Tagen im Jahr in Betrieb ist. Allerdings werden die Fahrgäste nur in den sanierten Kutschen Platz nehmen können. Die aufwendig restaurierten Pferde bleiben hingegen tabu, um sie dauerhaft vor Beschädigungen zu schützen.

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hoh/did

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