Klimaschutz-Beauftragt hat Posten geräumt

Nur ein kurzes Gastspiel

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Packte schnell wieder ihre Koffer: Roswitha Peters

Hanau - Erste Klimaschutz-Beauftragte, Roswitha Peters, hat nur ein kurzes Gastspiel in der Brüder-Grimm-Stadt gegeben. Wie Umweltdezernent Andreas Kowol (Grüne) gestern bestätigte, hat Peters ihren Posten bereits vor einigen Wochen geräumt.

Ein Nachfolger stehe schon fest. Er werde demnächst präsentiert, so Kowol. Erst zum 1. September 2015 war Roswitha Peters bei der Stadt Hanau eingestellt worden. Sie hatte sich unter rund 100 Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt, um in Hanau „Pionierarbeit“ zu leisten, wie Umweltstadtrat Kowol damals erklärte. Die Einstellung eines KlimaschutzBeauftragten war eine von mehr als 100 empfohlenen Maßnahmen aus dem bereits im Herbst 2013 vom Stadtparlament beschlossenen Klimaschutzkonzept.

Obschon diese Maßnahme in dem Konzept als besonders dringlich empfohlen wurde, dauerte es bis zur Besetzung der Stelle gut zwei Jahre. Und nun muss sich die Stadt nach wenigen Monaten einen neuen Klimaschutz-Beauftragten suchen, weil Peters „aus rein privaten Gründen“ einen ähnlichen Job nur unweit ihres bayerischen Wohnorts angenommen hat.

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Auf eine erneute Ausschreibung der Stelle wurde indes verzichtet. „Wir haben unter den Bewerbern eine für diese Stelle geeignete Person gefunden, die uns auch schon mündlich zugesagt hat“, erklärte Kowol gestern. Aber ehe der Arbeitsvertrag nicht unterzeichnet sei, wolle er keinen Namen nennen. Die Stelle des Klimaschutz-Beauftragten wird über drei Jahre zu 85 Prozent vom Bundesumweltministerium finanziert. Bei dieser Förderung bleibe es trotz des Personalwechsels, hat sich Kowol versichert. (did)

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