Prozess am Landgericht in Hanau

Automatensprengung mit tödlichen Folgen

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Auch dieser Automat im hessischen Gießen war gesprengt worden.

Hanau - Der Prozess um eine Automatensprengung mit tödlichen Folgen ist heute vor dem Landgericht Hanau neu aufgerollt worden.

Angeklagt sind zwei Männer, die mit einem weiteren Komplizen nachts einen Fahrkartenautomaten im baden-württembergischen Wittighausen-Gaubüttelbrunn in die Luft gejagt hatten. Bei der Explosion am 17. September 2013 wurde ein Komplize lebensgefährlich verletzt, er war kurze Zeit später gestorben. Der Bundesgerichtshof hatte die neue Verhandlung angeordnet, weil die Verurteilung nach seiner Ansicht nicht ausreichend begründet wurde. Richterin Susanne Wetzel machte zum Auftakt des Revisionsprozesses bereits deutlich, dass das Urteil der 1. Großen Strafkammer keine Fehler enthalte. Zudem wollen die heute 54 und 37 Jahre alten Männer erneut umfassende Angaben machen.

In einem ersten Prozess am 18. Juli 2014 waren die beiden zu sieben beziehungsweise fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht ging von versuchtem Mord aus. Sie waren mit dem Schwerverletzten fast zwei Stunden durch die Gegend gefahren. Nachdem er gestorben war, legten sie die Leiche auf dem 120 Kilometer entfernten vom Tatort Bahnhofsvorplatz von Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis) ab. Erst dann riefen sie die Polizei. Der 54-Jährige ist bereits im offenen Vollzug. (dpa)

Archivbilder

Bilder: Unbekannte sprengen Geldautomaten

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