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Mahnmal nimmt Gestalt an

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An der ehemaligen Mauer des Gettos an der Nordstraße sollen demnächst Tafeln mit den Namen jüdischer Hanauer angebracht werden, die in der NS-Zeit ermordet wurden. © Kögel

Hanau (ed) ‐ Die Namenstafeln der im Nationalsozialismus ermordeten Hanauer jüdischen Glaubens an der ehemaligen Gettomauer an der Nordstraße sollen am 30. Mai offiziell vorgestellt werden.

Die Messingtafeln würden demnächst gegossen, die Einladungen für die Veranstaltung gingen in Kürze raus, sagte auf Anfrage unserer Zeitung der Geschichtsvereinsvorsitzende Martin Hoppe, der als Mitarbeiter der Stadtverwaltung das Projekt betreut.

Der derzeitige Arbeitsstand gehe von 228 Namen aus, sagte Hoppe. Erinnert werden soll an jüdische Bürger, die in Hanau geboren wurden, hier lebten oder von hier aus deportiert worden sind. Die Anordnung der Tafeln werde nicht streng alphabetisch vorgenommen, sondern versuche, Familien zusammenzuführen. Erneuert werde in diesem Zusammenhang auch die bisher an der Gettomauer entlang des Fußweges vom Freiheitsplatz zur Main-Kinzig-Halle angebrachte Hinweistafel. Das Umfeld werde bis zum 30. Mai gärtnerisch neu gestaltet.

Die Gedenktafeln gehen auf einen CDU-Antrag zurück. Die Stadtverordnetenfraktion hatte vor vier Jahren vorgeschlagen, der Opfer des Nationalsozialismus in möglichst individueller Form zu Gedenken. Auf die Namenstafeln an der Gettomauer hatten sich die Fraktionen nach Abstimmungsgesprächen bereits vor zwei Jahren geeinigt.

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