„Hätten wir nur früher auf ihn gehört“

SPD Main-Kinzig nominiert Sascha Raabe erneut für Bundestag

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Soll erneut in den Bundestag: Dr. Sascha Raabe

Main-Kinzig-Kreis - Sascha Raabe wird bei der Bundestagswahl 2017 zum fünften Mal in Folge für die SPD antreten. Die Mitglieder nominierten den 48-Jährigen am Donnerstagabend in der Rodenbachhalle Niederrodenbach einstimmig zum Kandidaten für den Wahlkreis 180.

„Das hundertprozentige Votum ist ein überwältigender Vertrauensbeweis und großer Ansporn für den Wahlkampf für mich“, erklärte der Experte für Entwicklungspolitik und Handel. „Sascha Raabe ist Aushängeschild der Main-Kinzig-SPD. Er hat in Berlin immer für die Interessen unseres Kreises gekämpft, auch mutig an meiner Seite gegen die eigenen Minister“, lobte Landrat Erich Pipa. Als „bodenständigen Weltbürger“, der sich mit Leidenschaft gleichzeitig für eine gerechte Welt und die Belange Hanaus und der Region einsetze, bezeichnete Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky den „Dauerbrenner“, der seit 2002 die Region im Bundestag vertritt.

Für Ex-Landrat Karl Eyerkaufer hat der Politologe schon vor Jahren erkannt, dass nur mit Hilfe vor Ort Fluchtursachen bekämpft werden können. „Sein Rücktritt als entwicklungspolitischer Sprecher im Januar 2014 aus Protest gegen die zu geringen Entwicklungsgelder hat gezeigt, dass für ihn Überzeugungen wichtiger als Posten sind. Bei ihm stimmen reden und handeln überein.“ „Sascha, wir hätten früher auf dich hören sollen“, räumte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartol, ein. Als „Visionär“ habe Raabe schon vor über zehn Jahren gesehen, welche Folgen mangelndes Engagement in der Entwicklungshilfe für uns eines Tages haben wird, sagte Bartol. Nun wisse seit der Flüchtlingswelle jeder, dass Raabe Recht hatte.

In einer kämpferischen Rede hatte Raabe zuvor auf erzielte Erfolge und Vorhaben verwiesen. In der Handelspolitik stehe er für fairen statt freien Handel. Im Main-Kinzig-Kreis sieht er als vordringliche Aufgabe an, dafür einzutreten, dass die Kommunen finanziell gestärkt werden. Sein Ziel ist ein großes. Raabe: „Ich möchte weiter dafür kämpfen, dass es den Menschen im Main-Kinzig-Kreis, in Deutschland und Europa, aber auch in Syrien, Afrika und überall auf der Welt besser geht.“ (did)

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