Geschäft mit Großkunden

Millionenverlust der Stadtwerke: ALL hat viele Fragen

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Hanau - Die möglichen Millionenverluste der Hanauer Stadtwerke im Geschäft mit Großkunden rufen die Opposition in der Stadtverordnetenversammlung auf den Plan.

Nach der CDU sieht auch die Alternative Linke Liste (ALL) noch viele offene Fragen und will nachhaken. Nachdem einem Mitarbeiter von Seiten der Stadtwerke gekündigt worden war und man sich vor dem Arbeitsgericht auf einen Vergleich einigte, über dessen Inhalt Stillschweigern vereinbart wurde, will die ALL wissen, wie es sein könne, dass offenbar nur ein Mitarbeiter für den Einkauf beziehungsweise Verkauf von Energie im Großkundenvertrieb zuständig sei. Habe die Geschäftsführung keine Kontrollfunktion und müssten solche Verträge nicht mindestens von zwei Personen unterzeichnet werden, will die ALL wissen. Und wann wurde der Aufsichtsrat informiert?

Die Ankündigung der SWH-Geschäftsführung, man werde in Zukunft mit Anteilseigner Mainova bei neuen Verträgen mit Großkunden zusammenarbeiten, denn die hätten das nötige Know-How, sei ein „Armutszeugnis ersten Ranges“. Schließlich stamme der jetzige SWH-Geschäftsführer aus Reihen des Minderheitsgesellschafters Mainova und sei seit 2013 alleiniger Geschäftsführer, nachdem sein Co-Geschäftsführer „mit einem goldenen Handschlag vor die Türe gesetzt wurde“, so die ALL. Um Antworten zu erhalten, werde die AL-Fraktion eine Anfrage an den Magistrat richten. Die Alternative Linke Liste befürchtet, dass die Millionenverluste der Stadtwerke zu Preiserhöhungen für Privatkunden, Verkäufen städtischen Eigentums oder weiteren SWH-Anteilen oder zu Steuererhöhungen führen könnten. did

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