CDU verlangt transparente Aufklärung

Millionenverluste: Menge Fragen zu Stadtwerken

Hanau - Die CDU Hanau fordert Transparenz in Sachen Stadtwerke. Sie hat einen Fragenkatalog zu den drohenden Millionenverlusten im Großkundengeschäft des städtischen Energieversorgers an den Magistrat gerichtet.

„Wir erwarten vom Oberbürgermeister und den zuständigen Verantwortlichen eine Beantwortung der von uns gestellten Fragen in den entsprechenden Gremien. Wenn zum Schutz von Betroffenen nötig, auch in nichtöffentlicher Sitzung“, erklärte die CDU-Fraktionsvorsitzende Isabelle Hemsley. Da letztendlich die Stadt Hanau und der Steuerzahler für die möglichen Verluste aufkommen müssten, sei es „von höchster Wichtigkeit, die Vorkommnisse mit der notwendigen Transparenz aufzuarbeiten, auch, um aus Fehlern zu lernen“, meint der finanzpolitische Sprecher, Dr. Peter Schäfer.

So will die CDU Auskunft zur genauen Höhe des drohenden Verlustes, zu für die Stadtwerke offenbar nachteiligen Vertragsinhalten mit Großkunden und zum Controlling innerhalb des Unternehmens und der städtischen Beteiligungs-Holding. „Hierbei ist uns ganz wichtig zu erfahren, ob es relevante Beanstandungen und Feststellungen gab“, so Schäfer. Weiterhin haben die SWH ein externes Institut zur Risikobewertung beauftragt. „Uns interessiert, wie von diesem die Vertriebsrisiken im Großkundengeschäft der letzten Jahre bewertet wurden“, betont Schäfer.

Stadtbetriebe stellen sich vor

Auch sei wichtig, in Erfahrung zu bringen, ob die Hanauer Privatkunden von möglichen Preiserhöhungen betroffen sein könnten, um die Mindereinnahmen aus dem Großkundengeschäft auszugleichen. Wie berichtet, sollen durch die für die Stadtwerke nachteiligen Verträge Verluste von vier Millionen Euro entstanden sein. Die CDU will auch wissen, welche Auswirkungen sich möglicherweise für die Verpflichtungen der Stadt Hanau als Rettungsschirmkommune ergeben. did

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