Opfer brutal zusammengeschlagen

Mutmaßlicher Einbrecher wegen versuchten Mordes vor Gericht

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Hanau - Mit Brecheisen und Metallstangen schlagen Räuber bei einem Einbruch in Schlüchtern ihre Opfer brutal zusammen. Zwei Täter wurden bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. Nun wird in Hanau einem mutmaßlichen Komplizen der Prozess gemacht.

Der Gewaltexzess eines Einbrecher-Trios beschäftigt von Dienstag (3. Mai) an das Landgericht Hanau. Angeklagt ist ein 27-jähriger Mann unter anderem wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes und versuchten Raubes. Zwei Männer, 57 und 46 Jahre alte Brüder aus Langenselbold, wurden deswegen bereits Ende 2013 zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Dabei hatte das Landgericht Hanau auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt, was eine vorzeitige Haftentlassung ausschließt. "Es war ein sehr brutaler Überfall", erklärte Gerichtssprecher Andreas Weiß. Das Trio soll Ende Dezember 2010 nachts in das Wohn- und Praxishaus von Tierärzten in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) eingestiegen sein. Der Tatplan habe vorgesehen, die Bewohner gewaltsam auszuschalten und zur Herausgabe von Wertgegenständen zu bringen. Dabei hätten die Einbrecher eine ungewöhnliche und vor allem überaus gewalttätige Vorgehensweise angewandt, sagte Weiß.

Der verurteilte 46-Jährige habe den jüngeren der beiden Tierarzt-Brüder mit einem Brecheisen zusammengeschlagen. Er soll ihm 13 Hiebe versetzt haben, davon sieben auf den Kopf. Der Angeklagte soll seinen Komplizen unterstützt haben, indem er auf den am Boden Liegenden eingeschlagen und -getreten habe. Dabei habe er den Tod des Opfers billigend in Kauf genommen. Dem älteren der beiden Opfer brachen die Täter mit einer Eisenstange die Rippen beim Versuch, ihn am Boden zu fixieren. Der Vater der Tierärzte wurde mit einer Metallstange am Kopf verletzt. Auf ihn soll auch der Angeklagte eingeschlagen und ihn getreten haben. Einer der beiden Brüder konnte fliehen und zu einer nahen Polizeistation laufen. Die Täter flohen ohne Beute.

dpa

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