„Gras sprießt schon wieder“

Nach Telefonica-Fest: OB wirft ALL „Horrormeldungen“ vor

Hanau - Schon wenige Tage nachdem Telefonica nach seinem Mitarbeiterfest auf der Mainwiese am Schlosspark das Zelt und die Fahrweg-Platten hat abbauen lassen, sprießt dort wieder Gras.

„Statt Horrormeldungen zu verbreiten, sollte sich die ALL-Fraktion zu einem Ortstermin dorthin begeben“, schlägt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) vor. Er verwahrt sich auch dagegen, dass das an gleicher Stelle am ersten September-Wochenende stattfindende Bürgerfest von der ALL unterschwellig in Frage gestellt wird. Schließlich finde das Traditionsfest dort bereits seit 1996 statt. „Das Mainufer als Naherholungsgebiet wird bei allem Verständnis für Naturschutz gewiss nicht menschenfrei“, so Kaminsky. Vom Schutzstatus her sei die Mainwiese am Schlosspark, obschon auch sie zum Landschaftsschutzgebiet gehört, mitnichten mit dem früheren Love Family Park-Gelände vergleichbar. „Sonst hätte die städtische Naturschutzbehörde für den Test mit einer privaten Großveranstaltung auch nicht ihren Segen gegeben“, so der OB. Das habe auch das hessische Umweltministerium so gesehen. Nichtsdestotrotz habe seine Güterabwägung nach dem Telefonica-Fest ergeben, dass es sich dabei um einen einmaligen Versuch gehandelt habe.

Lesen Sie dazu heute auch:

Christa Martin: Schäden durch Telefonica-Feier waren vorhersehbar

Kaminsky betont, dass es zu den Genehmigungsauflagen der Stadt für Telefonica gehört habe, das Gras nach Abbau von Zelt und Fahrweg-Platten zu ertüchtigen. Das sei nach Angaben der städtischen Fachleute auch vereinbarungsgemäß geschehen. Die betroffenen Grasflächen seien behutsam aufgelockert, dürres Material abgetragen und neues Gras angesät worden. Er sei „sehr zuversichtlich“, dass sich die Natur auf der Mainwiese bis zum Aufbau der Bürgerfest-Zelte wieder regeneriert habe, erklärt der Rathauschef. (did)

Leserbilder: Die schönsten Plätze in Hanau

Rubriklistenbild: © Archiv: Hombach

Kommentare