„Forscherstraße“ an der B8

Neubau-Pläne der Fraunhofer-Gesellschaft in Wolfgang vorgestellt

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So soll der Büro- und Labor-Komplex aussehen, den die Fraunhofer-Gesellschaft auf einem fast 17000 Quadratmeter großen Grundstück der ehemaligen Wolfgang-Kaserne errichten will. 2019 soll die Forschungseinrichtung eingeweiht werden. 

Wolfgang - Modern und repräsentativ sollen die Gebäude werden, die die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. auf dem Gelände der ehemaligen Wolfgang-Kaserne an der B8 (Aschaffenburger Straße) errichtet. Die Entwürfe wurden nun erstmals vorgestellt.

Den Planungsstand für den Neubau der Labor- und Bürogebäude mit Technikum präsentierten Professor Gerhard Sextl, Professor Rudolf Stauber und Michael Martin von der Fraunhofer-Gesellschaft im Hanauer Rathaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Oliver Preiß, Leiter der Bauaufsicht, und Wirtschaftsförderin Erika Schulte. Auf der 16.700 Quadratmeter großen Fläche direkt an der B8 werden Gebäude mit 2500 Quadratmetern Nutzfläche entstehen - je zur Hälfte für Büros sowie Pilotproduktion und Labore, erläuterte Projektleiter Martin.

30 Architekturbüros hatten sich um den Auftrag beworben. Zum Zuge kam das Planungsbüro Hammeskrause Architekten (Stuttgart). Deren Entwurf sieht im Hauptgebäude eine offene und transparente Gestaltung vor mit einer „Forscherstraße“, die alle Funktionen verbinden soll. Nach den Genehmigungen und Ausschreibung der Bauausführung soll im Sommer 2017 mit den Arbeiten begonnen werden, heißt es. „Die vorgestellten Entwürfe gefallen mir gerade für diese exponierte Lage sehr gut“, so OB Kaminsky. Mit der Einweihung der Forschungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft wird für 2019 gerechnet. Im Vorfeld des Neubaus ist das Gelände der ehemaligen Wolfgang-Kaserne, auf dem auch das Unternehmen ALD Vacuum Technologies GmbH angesiedelt ist, bereits in „Fraunhofer Science Park“ getauft worden.

Seit 2010 hatte sich Hanau um die Ansiedlung der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie bemüht, dem die Gremien der international renommierten Forschungseinrichtung im Herbst 2014 zustimmten. Die Projektgruppe erforscht Möglichkeiten der Substitution kritischer Rohstoffe beispielsweise für Hochleistungsgeneratoren in der Energietechnik oder für energiesparende Beleuchtungssysteme. Ziel der Fraunhofer-Projektgruppe, die dem Fraunhofer-Institut in Würzburg angegliedert ist, ist es, sich mittelfristig als eigenständiges Fraunhofer-Institut zu etablieren. (cs.)

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