Neues Programm fürs Comoedienhaus

Kulturgenuss in charmanter Atmosphäre

+
Nicole Rautenberg (links), Sabine Oswald und Sabine Maiwald-Wolf (rechts) präsentieren das neue Programm.

Hanau - Mit historischem Charme und intimer Atmosphäre, so die Geschäftsführerin der Betriebsführungsgesellschaft Hanau, Nicole Rautenberg, besticht das 1781 erbaute Comoedienhaus Wilhelmsbad Publikum und Künstler gleichermaßen.

Beim Theaterbesuch kann neben der Kultur auch dieses besondere Ambiente genossen werden. So auch nach der sommerlichen Theaterpause, wenn ab September die neue Spielzeit im Comoedienhaus beginnt. „Ich hoffe, dass das Angebot so breit gefächert ist, dass für jeden etwas dabei ist“, erklärte Rautenberg bei der Vorstellung des neuen Halbjahresprogramms. Das wartet mit besonderen Highlights, Neuerungen, aber auch Vertrautem auf, das vom Publikum immer wieder mit Begeisterung aufgenommen wird. Highlight des bis Ende Januar 2017 reichenden Kulturreigens sind dabei zwei Kooperationsveranstaltungen mit Walter Renneisen. Vom 20. bis 22. Oktober ist Renneisen gemeinsam mit der Konzertpianistin Ekaterina Kitáeva mit einem Programm zu erleben, das den bisher unveröffentlichen Klavierstücken von Heinz Erhardt gewidmet ist. Denn der unvergessene deutsche Humorist wollte ursprünglich Konzertpianist werden. Unter dem Titel „Heinz Erhardt - von der Pampelmuse geküsst, Konzertpianist und Clown“ rezitiert Renneisen Gedichte, Prosa und Szenen des Meisters des Sprachwitzes. Kitáeva spielt Kompositionen, die Erhardt während seines Klavierstudiums in Leipzig geschrieben und die sein Sohn Gero nach dem Tod seines Vaters in einem Karton gefunden hatte.

Solo ist Renneisen dann am 4. Dezember mit dem Programm „Weihnachten, wie es war“ zu erleben. Anhand literarischer Fundstücke spannt er einen weiten Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die heutige Zeit, von Schweden über Deutschland bis in die USA. Weitere Veranstaltungen, die in Kooperation von Comoedienhaus und Kulturschaffenden angeboten werden sind am 15. Oktober eine Operngala mit der Jungen Oper Rhein-Main sowie am 29. Oktober ein italienischer Abend mit dem Ensemble Vollmund. Neu im Programm ist die Lesereihe „Um Fünf im Foyer“ mit dem Krimiautoren Bernd Schulz. An drei Abenden (30. Oktober, 13. November, 11. Dezember) liest er bei Kerzenschein aus seinen Kriminalromanen vor.

Doch auch an die jüngeren Theaterfreunde ist im neuen Programm gedacht. Für sie ist am 30. September das Schauspiel „Rotkäppchen will nicht schlafen“ vom Red Dog Theater, am 25. November „Peter und der Wolf“, inszeniert vom Dresdner Figurentheater mit Musik von Sergej Prokofjew, und am 16. Dezember „Schneewittchen“, als Theater mit Musik inszeniert vom Theater 3 Hasen oben, zu sehen.

Mit dabei sind auch einige alte Bekannte, die das Publikum im Comoedienhaus immer wieder begeistern. So etwa Hiltrud & Karl-Heinz, die vom 10. bis 12. Oktober, unter dem Motto „Als druff!“ Mundart-Comedy auf die Bühne bringen. Gern gesehene Stammgäste im Comoedienhaus sind auch die Nidder-Bühne, die am 26. November mit ihrem Programm „Camping, Koks und Hollywood“ zu sehen ist, und die Comedy-Zaubershow mit Heiner Kondschak und Helge Thun, die am 8. Oktober unter dem Motto „Der Schöne & das Biest – Best of“ steht. Auch der Willy-Bissing-Wettbewerb (5. November) sowie das Presiträgerkonzert (27. November) finden erneut im Wilhelmsbader Theater statt.

Zum ersten Mal auf der Bühne des Comoedienhauses stehen Bauchredner Tim Becker am 13. Oktober mit „Typen, Tiere, Illusionen“, die A Cappella Gruppe Bliss am 12. November sowie das Traumtheater Hanau, das vom 17. bis 20. November Dracula inszeniert. Einen Abend des schwarzen Humors mit zwei Einaktern von Friedrich Dürrenmatt bringt das Theaterpur am 1. Oktober nach Wilhemsbad.

Die Volksbühne Hanau ist neben dem Abend mit Hiltrud & Karl Heinz im neuen Halbjahresprogramm mit drei weiteren Veranstaltungen vertreten. Vom 22. bis 28. September ist die Landesbühne Rheinland-Pfalz mit Alexandre Dumas Kameliendame zu Gast. „Gänsehaut“ heißt es vom 23. bis 28. Oktober, wenn die Komödie am Altstadtmarkt aus Braunschweig einen Thriller von Peter Colley zeigt. Das Ernst Deutsch Theater ist dann von 23. bis 28. Januar 2017 mit „Gift. Eine Ehegeschichte“ zu Gast.

Kichern für die Kickers

Doch auch bevor das Theater aus seiner Sommerpause erwacht, gehen Kulturfreunde in Wilhelmsbad nicht leer aus. Am Sonntag, 24. Juli, um 11.30 Uhr liest Heidrun Merk im Rahmen der Eröffnung des historischen Karussells aus dem Tagebuch des Erbprinzen Wilhelm. Ab dem 7. August beginnen wieder die Führungen durch den Staatspark, deren Highlight in diesem Jahr ganz klar das restaurierte historische Karussell ist. Unter dem Label „Kunst im Comoedienhaus“ ist ab dem 16. September für ein halbes Jahr die Ausstellung „From Known To Unknown“ der Malerin Usha Gabel-Singh im Theaterfoyer zu sehen.(lho)

Kommentare