In Hanau besuchen zur Zeit 545 Schülerinnen und Schüler 31 Intensiv- und InteA-Klassen

InteA-Klassen: nicht nur für Flüchtlingskinder

Hanau - Bei der vorschulischen und schulischen Förderung von Flüchtlingskindern in Hanau mangele es nicht an Räumen oder Geld, aber es mangele mitunter am Fachpersonal, erklärte Schuldezernent Axel Weiss-Thiel (SPD).

Er gab nun im Schulausschuss des Stadtparlaments einen Sachstandsbericht zur Flüchtlingsbeschulung an Hanauer Schulen ab. Zur Zeit werden an Hanauer Grundschulen, weiterführenden Schulen und Berufsschulen 545 Schülerinnen und Schüler in 31 Intensiv- und so genannten InteA-Klassen betreut. InteA steht dabei für Integration und Abschluss.

Dabei machte Weiss-Thiel aber auch deutlich, dass es sich bei diesen Schülern bei weitem nicht alleine um Flüchtlingskinder handele. Schließlich kämen jedes Jahr mehr Zuwanderer aus osteuropäischen EU-Ländern nach Hanau als die Stadt Flüchtlinge aufnehme. Deshalb würden Intensiv- und InteA-Klassen unabhängig von der Flüchtlingsfrage eine Daueraufgabe bleiben, so der Stadtrat.

Rein bezogen auf die Flüchtlinge sei deren Altersstruktur so, dass das Gros ihrer schulischen Betreuung auf die insgesamt 16 InteA-Klassen entfällt, die es an Hanauer berufsbildenden Schulen inzwischen gibt. Allein zehn InteA-Klassen wurden an der Ludwig-Geißler-Schule gebildet, vier an der Eugen-Kaiser-Schule und zwei an der Kaufmännischen Schule.

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An fast allen weiterführenden Schulen in Hanau, mit Ausnahme der Karl-Rehbein-Schule, gibt es so genannte Intensivklassen. Insgesamt sind es zehn. Fünf weitere Intensivklassen gibt es an vier Hanauer Grundschulen, darunter auch an der Theodor-Heuss-Schule in Steinheim und der Robinsonschule in Wolfgang. Intensivklassen bestehen aus zehn bis maximal 16 Schülerinnen und Schülern, die kaum über Deutschkenntnisse verfügen und deshalb besonders gefördert werden müssen. Weiss-Thiel räumte ein, dass in einigen Fällen Kinder, die eigentlich eine Intensivklasse besuchen müssten, keinen Platz fänden. Das liege aber nicht an fehlenden Lehrerstellen, sondern am Mangel an fachlich geschultem Personal, das über die erforderlichen Zusatzqualifikationen verfügt. Ähnlich sehe es auch in der Kindergartenbetreuung aus. So scheiterte die Eröffnung einer weiteren Kita-Gruppe in der Flüchtlingsunterkunft Sportfield Housing bislang daran, dass man keine geeigneten Erzieher habe. (did)

Rubriklistenbild: © dpa

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