Nordmainische S-Bahn

Hanau fordert Nachbesserungen beim Lärmschutz

Steinheim - Am ersten Tag des Erörterungstermins zum Bau des Hanauer Abschnitts der Nordmainischen S-Bahn betonte Hanaus Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) den Wunsch der Stadt Hanau auf baldige Realisierung des Projekts.

Gleichzeitig fordere Hanau einige Nachbesserungen in puncto Lärm- und Erschütterungsschutz sowie der städtebaulichen Einbindung der rund sechs Kilometer langen neuen Trasse entlang der bestehenden Gleise. Kowol stellte in Frage, ob der bislang geplante aktive Lärmschutz ausreicht. Denn auf den neuen Gleisen der nordmainischen Trasse sollen laut derzeitiger DB-Planung 80 Güterzüge verkehren und im Jahr 2025 noch einmal um die Hälfte mehr.

Gleichzeitig monierte Dieter Zuth von der städtischen Umweltbehörde, dass durch die geplanten Lärmschutzwände in der Kinzigaue zwischen Westbahnhof und Salisweg eine „erhebliche dauerhafte Veränderung des Landschaftsbildes“ zu erwarten sei. Diese Eingriffe gelte es, weitgehend zu mindern. Und: Für den S-Bahn-Bau geplante Ausgleichsmaßnahmen sollten nicht, wie bislang von Bauherr DB Netz vorgesehen, weit außerhalb Hanaus realisiert werden, sondern auf dem Gebiet der Brüder-Grimm-Stadt. So schlug Zuth unter anderem Bachrenaturierungen vor. Die Erörterung wird heute fortsetzt. Schwerpunkt ist das Thema Lärmschutz. (did)

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