Hanau wirbt auf der größten Immobilienmesse Deutschlands

Mit Optimismus zur Expo Real

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Die zukünftige Entwicklung der Pioneer-Kaserne in Wolfgang steht im Mittelpunkt der Investorensuche der Stadt Hanau bei der Expo Real in München. Rund 700 Wohneinheiten sowie Gewerbe sollen hier angesiedelt werden.

Hanau - Auf der Suche nach Investoren und Interessenten für die verbleibenden ehemaligen Kasernengelände präsentiert sich die Stadt Hanau erneut auf der internationalen Immobilienmesse Expo Real. Die größte Investorenmesse Deutschlands findet vom 4. bis 6. Oktober in München statt.

Am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Rhein-Main wird Hanau mit Fachleuten aus der Verwaltung Investoren und Firmen, die an einer Ansiedlung in Hanau interessiert sind, Rede und Antwort stehen. Im Mittelpunkt stehen dabei die weitere Entwicklung innerstädtischer Flächen, die Vermarktung der verbliebenen, ehemals militärisch genutzten Konversionsliegenschaften und der Handel in der Brüder-Grimm-Stadt. Auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky wird vor Ort sein, um für Hanau bei Investoren zu werben: „In diesem Jahr gehen wir sehr frohen Mutes nach München“, sagt der OB, „der Stadtumbau ist fast abgeschlossen, das Forum Hanau und die neue Innenstadt haben für viel positive Resonanz gesorgt. Das macht uns für Investoren hoch interessant.“

Auch die erfolgreiche Konversion der ehemaligen US-Liegenschaften habe landesweit Schlagzeilen gemacht und Hanau in den Fokus der Immobilienentwickler gerückt. „Wir hatten Fernsehteams, Journalisten und Stadtentwickler aus dem In- und Ausland in der Stadt, die über unsere erfolgreiche Konversionsentwicklungsstrategie und die gute Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) berichtet haben“, so Kaminsky. Das habe für Aufmerksamkeit in der Branche gesorgt. Ganz klar stehe die Pioneer- Kaserne und ihre Entwicklung in diesem Jahr auf der Expo Real im Mittelpunkt. „Bis Ende des Jahres entscheiden wir uns im Rahmen der Ausschreibung für einen finanzstarken und erfahrenen Partner, um das Areal zu entwickeln. Im weiteren Verlauf suchen wir Wohnbauentwickler, die Teilprojekte dort verwirklichen“, erklärte der OB das weitere Vorgehen.

Erst vor kurzen hatte die Bauprojekt Hanau GmbH das rund 48 Hektar große Gelände von der BImA gekauft. Zukünftig will sie hier mit verschiedenen Partnern 700 Wohneinheiten sowie nichtstörendes Gewerbe entwickeln. Die BImA werde indes die Gewerbeentwicklung auf der Großauheim Kaserne in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen auf der Expo stellen. Die knapp 25 Hektar große Fläche an der Grenze zu Großkrotzenburg eigne sich sowohl für kleinteilige als auch große Gewerbebetriebe. „Im Rhein-Main-Gebiet gibt es nicht mehr viele Grundstücke dieser Größe, die sich für Firmenansiedlungen eignen und eine ähnlich gute Infrastruktur bieten können“, glaubt Kaminsky.

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Doch auch um den Einzelhandel soll es beim Messeauftritt Hanaus in München gehen. „Wir suchen das Gespräch mit Expansionsleitern großer Marken, um sie für den Einkaufsstandort Hanau zu sensibilisieren“, sagt Stadtentwickler Martin Bieberle, der auch als Geschäftsführer der Hanau Marketing GmbH fungiert. „Mit dem Forum Hanau als Publikumsmagnet und einigen sehr attraktiven freien Einzelhandelsflächen im Zentrum der Stadt haben wir ein Pfund, mit dem wir wuchern können.“ Auch der neu gestaltete Stadtkern und die gestiegenen Besucher- und Einwohnerzahlen machten Hanau für Handelsketten deutlich interessanter als früher.

„Wir haben in den letzten Jahren sehr gute Erfahrung mit privaten Investoren gemacht, die allesamt die Zusammenarbeit mit der Stadt und das investitionsfreundliche Klima in der Stadt loben“, berichtet Erika Schulte, Geschäftsführerin der Hanau Wirtschaftsförderung GmbH. „So etwas spricht sich in der Branche schnell herum. Darum rechnen wir mit anhaltend hohem Interesse.“ Auch sei - aufgrund der niedrigen Zinsen - die Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten in Immobilien derzeit unvermindert groß. „Das sind beste Voraussetzungen für die Umsetzungen unsere Stadtentwicklungs-, Handels- und Wirtschaftsziele“, glaubt Oberbürgermeister Kaminsky. (did)

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