Main-Kinzig-Kreis schneidet erneut besser ab

„Prognos Zukunftsatlas“: Auf dem Weg in die Top 100

Main-Kinzig-Kreis - Laut jüngstem „Prognos Zukunftsatlas’“ zählt der Main-Kinzig-Kreis zu den 90 innovativsten Kreisen Deutschlands.

In der Gesamtwertung unter allen 402 Kreisen und kreisfreien Städten nimmt der Main-Kinzig-Kreis mit Platz 118 den höchsten Rang seit fast zehn Jahren ein. Für Landrat Erich Pipa ist die seit Jahren kontinuierliche Aufwärtsentwicklung im Rahmen dieser Untersuchung auch Ausdruck einer starken Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik im Main-Kinzig-Kreis. „Das Prognos-Institut schätzt die Zukunftschancen, die Stärke und die Dynamik unseres Landkreises als durchweg hoch ein“, erklärt Pipa. Der Main-Kinzig-Kreis nähert sich den Top 100, nachdem er 2010 noch auf Platz 201 gelegen habe.

Schon im vergangenen Jahr hatte das Magazin „Focus“ in seiner Standort-Studie dem Main-Kinzig-Kreis eine hohe Wirtschaftskraft bescheinigt. Als herausragend bewertete der „Focus“, genau wie nun Prognos, die Bedingungen für Firmengründer. Das reichte sogar deutschlandweit zu Platz 31. Auch in der Kategorie Produktivität und Standortkosten landete der Main-Kinzig-Kreis unter den besten 100. Im Gesamtergebnis lag der Kreis mit Platz 61 sogar noch vor Darmstadt und Frankfurt sowie vor allen Kreisen in Hessen und Bayern, die an den Main-Kinzig-Kreis grenzen, mit Ausnahme Offenbachs. Landrat Pipa schließt daher aus den jüngsten Studien, „dass sich der Main-Kinzig-Kreis zu einem wirtschaftlichen Kraftzentrum im Rhein-Main-Gebiet entwickelt hat“.

Das Schweizer Forschungsinstitut Prognos gibt seit dem Jahr 2004 im Drei-Jahres-Rhythmus einen Zukunftsatlas heraus. In dieser bundesweiten Studie prüft Prognos anhand verschiedener Parameter aus den Bereichen Demografie, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Soziales die Situation und Aussichten aller Kreise und kreisfreien Städte. Als Ergebnis ermitteln die Forscher einen „Zukunftsindex“ und eine Rangfolge. Durch die lange Zeitspanne ist der Zukunftsatlas das einzige deutschlandweite Ranking, das regionale Entwicklungen über mehr als zehn Jahre sichtbar macht.

„Wenn ein Landkreis heute wettbewerbsfähig bleiben will, braucht er Entwicklungsflächen, eine moderne Infrastruktur und starke Unternehmen. Wir haben all das. Durch den Breitbandausbau gehören wir heute zu den drei Flächenkreisen in Deutschland, die am besten mit schnellem Internet versorgt sind“, erinnert Pipa an eines der größten Projekte der vergangenen Jahre. Damit gebe sich der Kreis aber nicht zufrieden. Ziel der nächsten Monate sei es, Highspeed-Internet auch in entlegenen Weilern und Höfen bereitzustellen und eine Erhöhung der Breitbandgeschwindigkeiten in der Fläche zu erreichen.

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Im Bereich Wettbewerb und Innovation, in dem der Kreis überdurchschnittlich stark abschnitt, schaute sich das Prognos-Institut unter anderem das Bruttoinlandsprodukt, die Gesamtbeschäftigung, die Zahl der Top-500-Unternehmen und die Gründungsintensität im Landkreis an. Landrat Pipa sieht hier als Grund für die guten Ergebnisse das wirtschaftspolitische Engagement des Kreises, unter anderem die vielfältigen Hilfestellungen für Jungunternehmer. „Wir beflügeln den Gründergeist, wo wir nur können.“ Gleichzeitig verstehe man sich aber auch als Partner von Industrie und Handwerk insgesamt. „Das sieht man schon daran, dass wir rund 80 Prozent der öffentlichen Aufträge an Firmen aus dem Kreisgebiet vergeben,“ so der Landrat.

did

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