KRS schließt Partnerschaft in Israel

Rehbeiner auf dem Ölberg

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Die Reisegruppe der Karl-Rehbein-Schule besuchte auch den Gedenkstein der „stillen Heldin“ aus Hanau, der ehemaligen Karl-Rehbein-Lehrerin Elisabeth Schmitz, in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Hanau - Mit vielfältigen und sehr emotionalen Eindrücken kehrte eine Delegation der Karl-Rehbein-Schule (KRS) nach einer neuntägigen Reise durch Israel zurück: „Es ist einfach unbeschreiblich, mit welcher Gastfreundschaft wir in Israel aufgenommen wurden“, berichtet Schulleiter Jürgen Scheuermann.

Ziel der Reise war es, mit der Ginsburg Haoren High-School in Yavne, südlich von Tel Aviv, eine neue Schulpartnerschaft zu besiegeln. Zusammen mit Scheuermann sowie den Geschichtslehrern Karin Groschwitz und Boris Hogenmüller lernten 19 Hanauer Oberstufenschüler das Land im Nahen Osten kennen. Bereits im Vorfeld hatten die jungen Leute via Internet Kontakte zu ihren Gastfamilien aufgenommen.

Der Aufenthalt in Israel war für die KRS-Delegation auch eine Begegnung mit Land und Leuten. Zahlreiche historische Stationen säumten den Reiseweg der Hanauer: Nazareth, die Geburtsstadt Jesu, die Hafenstadt Haifa mit den hängenden Gärten von Bahei, die Wasserfälle König Davids, Jerusalem mit seinem Ölberg und die ehemalige jüdische Festung von Massada gehörten genauso zum umfangreichen Reiseprogramm wie die Tempelanlagen des Herodes oder das Baden am tiefsten Punkt der Erde, dem Toten Meer. Im Mittelpunkt standen aber die Begegnungen und der Austausch mit den israelischen Gastschülern und der israelischen Bevölkerung.

In der Holocaust-Gedenmkstätte von Yad Vashem statteten die Rehbeiner dem Gedenkstein der mutigen KRS-Lehrerin Elisabeth Schmitz, die sich im Dritten Reich öffentlich gegen die Nazis gestellt hatte, einen Besuch ab. „Es war den Schülern ein Bedürfnis, die Gedenkstätte des Holocaust zu besuchen“, erläutert Scheuermann, immer noch ergriffen von diesem Erlebnis. „Die Schüler zeigten sich danach tief betroffen.“

Ein weiterer Höhepunkt des Israel-Besuchs war die Teilnahme der KRS-Schüler an den Feierlichkeiten zum Memorial-Day, der nahtlos in den „Unabhängigkeitstag“ übergeht. Hier gedenken die Israelis zunächst ihren gefallenen Soldaten und den Opfern des Terrorismus. Die Hanauer Schüler wurden von den 1200 Schülern der Partnerschule Ginsburg-Haoren-High-School in diese bewegende Zeremonie als Ehrengäste eingebunden. Direkt im Anschluss an den Memorial Day wurde der Gründung Israels durch Ben Gurion im Jahr 1948 gedacht. „Beeindruckt hat uns dabei die tiefe Demut, die die Israelis ihrer mühsam erreichten Freiheit gegenüber empfinden“, heißt es in einem Bericht der Karl-Rehbein-Schule.

Binnen kurzer Zeit sei zu der Ginsburg Haoren High-School in Yavne eine innige Freundschaft entstanden, „die einen weiteren großen Meilenstein in dem international ausgerichteten Schulpartnerschafts-Programm der KRS darstellt“, freut sich Scheuermann über den sehr positiven Ausgang der Israel-Reise. Nunmehr pflegt das Hanauer Innenstadt-Gymnasium Partnerschaften mit Francheville/Lyon in Frankreich, Vincenza in Italien, Barcelona in Spanien, Dartford in Großbritannien, Jaroslawl in Russland, Sanmen in China und eben mit Israel. Vom 3. bis 12. Juli erwartet die Rehbein-Schule den Gegenbesuch der israelischen Schüler. (cs.)

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