Entspanntes Fest

Tausende Besucher feiern Altstadtfest in Steinheim

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Reichlich was los war am „Steinheimer Nationalfeiertag“. Über 20 Vereine und acht Altstadtgastronomen bewirteten die Gäste.

Steinheim - Das Steinheimer Altstadtfest und das Johannisfeuer haben die Kurve gekriegt. Nach dem wetterbedingten herben Einbruch im Vorjahr gab es diesmal bei sommerlichen Temperaturen wieder einen großen Zulauf. Von um die 7 000 Besuchern ist die Rede.

Der Orchesterverein unterhielt auf dem Platz des Friedens musikalisch die Besucher.

Und die Veranstalter sind ob der Umsätze hoch zufrieden. Dass es diesmal besser werden würde als im vergangenen Jahr, als sich bei kühlen Temperaturen und Regen nur recht wenige Besucher in den Altstadtgassen tummelten, beim Johannisfeuer auf den Mainwiesen gar ein paar Dutzend, das war abzusehen angesichts des hochsommerlichen Wetters. Trotzdem blieb bei den Veranstaltern eine gewisse Unsicherheit. Die war unbegründet, wie sich am Donnerstag rasch herausstellen sollte. Bereits kurz nach Festbeginn gegen 18.30 Uhr waren fast alle Tische und Bänke auf dem Kardinal-Volk-Platz und an anderer Stelle besetzt. Schließlich gab es zuletzt bei Regenwetter wenig Gelegenheit, im Freien zu essen. Und so wurde das kulinarische Angebot an den mehr als 30 Ständen von Vereinen und Altstadtwirten eifrig genutzt - von Bratwürsten über Handkäs bis Flammkuchen und Paella. Mitunter bildeten sich sogar Schlangen an den Essenausgaben.

Voll, aber nicht zu voll: Am Donnerstagabend herrschte in der Altstadt eine angenehme Atmosphäre.

Die Vereine seien denn auch „hochzufrieden mit den Umsätzen“, bilanzierte Edelgard Rath-Voigt, Vorsitzende der veranstaltenden Interessengemeinschaft Steinheimer Vereine und Verbände (IgSV), die sich auch darüber freute, „dass diesmal auffallend viele Familien mit Kindern“ beim Fest waren. Angesichts des schwül-heißen Wetters war denn an den Getränkeständen auch viel Antialkoholisches gefragt. Zum Teil so viel, dass zu späterer Stunde alkoholfreie Getränke an manchen Ständen ausverkauft waren. Die abendliche Hitze machte auch dem ein oder anderen Festbesucher zu schaffen. Das Rote Kreuz musste sich kümmern. Aber nur vereinzelt. Und alles ging ohne Probleme aus, so Rath-Voigt. Das gilt auch fürs gesamte Altstadtfest. „Es ist alles ruhig geblieben und es gab keine besonderen Vorkommnisse“, sagte ein Polizeisprecher gestern. Die Ordnungshüter achteten im Verbund mit Stadt und einem Sicherheitsdienst streng darauf, dass Jugendliche keinen Alkohol mitbringen bzw. verbotenerweise konsumieren. Am Ende wurden beim Fest mit laut Polizeischätzungen 7000 Gästen nur „einige alkoholbedingte Ausfälle“ “ registriert, heißt es.

Gegen 21.30 Uhr, kurz vor Beginn der vom Heimat- und Geschichtsverein veranstalteten Johannisfeuerzeremonie, zog es viele Besucher auf die Mainwiesen. Ein Durchkommen gab es freilich überall. Der in früheren Jahren auftretenden Stau am Maintor, ist längst Vergangenheit. „Es ist eine angenehme Atmosphäre - nicht zu wenig Gäste, nicht zu viele, genau richtig“, meinte ein Besucher.

Traditionelles Altstadtfest in Steinheim: Bilder

Das Partnerschaftskomitee mit Francheville war am Kardinal-Volk-Platz wieder mit einem Stand vertreten.

Bei der Johannisfeuer-Zeremonie ging der neue Steinheimer Pfarrer Lukasz Szafera in seiner Ansprache auf die Bedeutung von Johannes dem Täufer, dem Schutzpatron der Steinheimer Pfarrei, ein und befasste sich in seiner längeren Rede auch mit der Bedeutung der Sommersonnenwende als ein Wendepunkt auf dem Weg zum wahren Licht der Weihnacht, während die Feuerwehr bereits den großen Holzstapel entzündete. Das Johannisfeuer brannte noch einige Stunden lang. Vor allem junge Menschen scharten sich drumherum, während auch in der Altstadt weiter gefeiert wurde. Zwischen 23 und 23.30 Uhr leerten sich dann Straßen und Plätze zusehends. „Aber auch um 1 Uhr saßen noch einige zum Beispiel im Schlosshof“, so Edelgard Rath-Voigt. Für sie und ihren Mann Wolf Voigt ist als Organisatoren nicht nur der 23. Juni stets ein langer Tag. Gestern waren in aller Früh weitere Abbauarbeiten zu erledigen.

cs.

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