Spaß und leckeres Essen

Rekordbesuch dank flotter Seifenkisten und Foodtrucks

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Weitere Motive in der Bildergalerie. Auf op-online.de sehen Sie ebenfalls ein Video zur Veranstaltung.

Steinheim - „Konzept stimmt, Wetter stimmt.“ Dieser bereits am Samstag von Harald Körner geäußerten Zwischenbilanz des 10. Hanauer Seifenkistenrennens ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Von Dieter Kögel 

Das Familiennetzwerk Hanau, das unter ihrem Vorsitzenden das deutschlandweit größte Rennen dieser Art ausrichtet, hat alles richtig gemacht und nicht nur den Seifenkistenpiloten zwei höchst attraktive Tage beschert. Durch das angegliederte Foodtruck-Treffen hatte die Veranstaltung einen Zulauf wie noch nie. Am Ende mögen es bis zu 15.000 Besucher insgesamt gewesen sein. 

Erstmals sorgten Food-Trucks für die Bewirtung der Besucher des Hanauer Seifenkistenrennens. Eine Neuerung, die sehr gut angenommen wurde.

Und so war bereits am Samstag in der Herrmann-Ehlers-Straße bereits so viel los wie ansonsten an den besser besuchten Sonntagen früherer Seifenkistenrennen, urteilte Körner. Denn wer im oberen Bereich des Veranstaltungsareals auf den Bänken im Halbschatten der Laubbäume seine frisch zubereiteten Burger verspeiste, schwäbische Maultaschen, Pulled Pork oder raffiniert Gegrilltes genoss und die üppigen Mahlzeiten mit einem Frozen Yoghurt oder Crepes beendet hatte, der riskierte natürlich auch einen Blick auf die rund 350 Meter lange Rennstrecke, wo an beiden Tagen rund 200 Piloten entweder um Punkte kämpften oder mit ihren selbst entwickelten Fahrzeugen abseits der Meisterschaftsregularien in der „freien Klasse“ zum Spaß von der vier Meter hohen Rampe starteten.

Die „Fahrerlager,“ die sich in der Vergangenheit dort konzentriert hatten, wo jetzt die Food-Trucks standen, hatten sich diesmal mehr entlang der Rennstrecke verteilt, verbreiteten Partystimmung zwischen Tombola, Fahrzeugpräsentationen, kulinarischen Inseln und der Bühne am Gailingsweg, auf der es nicht nur die Siegerehrungen gab, sondern auch jede Menge Livemusik. Unter anderem bei der „After-Race-Party“ mit der Band „The Bridge.“

Rennen und Rahmenprogramm forderten natürlich den ganzen Einsatz aller Mitglieder des Familiennetzwerks, das an den beiden Renntagen auch auf die Unterstützung syrischer Freunde bauen konnte. Und die wagten dann natürlich auch mit einer eigenen Mannschaft die Abfahrt beim Wettbewerb um den Team-Pokal in den Viererkisten.

Seifenkistenrennen in Hanau: Bilder

Üppig wie nie zuvor auch der „Sports & Fun Park“ für die ganz jungen Besucher des Seifenkistenrennens. Hochbetrieb herrschte an der Kletterwand der Bergwacht, auf den riesigen Gummikugeln, die es zu überspringen galt, beim Büchsenangeln und Tunnelkrabbeln, und wer für die Abfahrt in den Seifenkisten noch zu jung war, der konnte im Parcour mit dem Bobby Car schon mal üben oder sich an den vielen anderen Spielstationen austoben. Spaß für Kinder, Spaß für die ganze Familie.

Und diesen Spaß konnten die Familien am Sonntag auch auf die Piste übertragen. In den einmaligen Viererkisten des Familiennetzwerks. Doch zumindest die in der Farbe Rot zeigten sich am Samstag beim Wettbewerb um die Vereinstrophäe widerborstig. Beim ersten Lauf blieben die roten Viererkisten vor dem Ziel stehen. Den Anschiebern kann es nicht angelastet werden. Eher einem Problem mit den Bremsen, dem sich die Techniker des Familiennetzwerkes am Samstag anzunehmen hatten. Die weißen Viererkisten, sie schafften es aber über die Ziellinie. In diesen durften die auf der Strecke „Gestrandeten“ ihren Lauf anschließend wiederholen. Wenn sich die Belegschaft eines Autohauses dann aber noch Mitgliedern eines Frankfurter Footballteams als Anschieber bedient, dann scheint der Sieg für die „Autoverkäufer“ schon fast sicher. Doch Muskelkraft alleine ist nicht alles. Denn das Team von H + P rollte auf den ersten Platz, gefolgt von der WeGo-Mannschaft. Die Steinheimer Jugendfeuerwehr belegte in der Endabrechnung immerhin einen achtbaren dritten Platz.

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