Stadt und Kreis investieren

Sieben Millionen für Baumaßnahmen an Geißler-Schule

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Kreisbeigeordneter Matthias Zach (links), Stadtrat Axel Weiss-Thiel (Zweiter von links), Schulleiter Dr. Kurt Herget und Hiltrud Herbst, Chefin des Eigenbetriebs Immobilien und Baumanagement, packten beim Spatenstich mit an.

Hanau - Ein weiterer Meilenstein, die Ludwig-Geißler-Schule fit für die Zukunft zu machen, wurde gestern gelegt. Von Laura Hombach 

Zahlreiche Gäste waren zum Spatenstich für einen Werkstätten-Neubau gekommen: der ersten Abschnitt einer Baumaßnahme, bei der bis 2019 das Werkstattgebäude erweitert, umstrukturiert und saniert werden soll. In den ersten Abschnitt investieren die Stadt Hanau und der Main-Kinzig-Kreis sieben Millionen Euro.  Eine solche Investition in eine Berufsschule sei für einen Wirtschaftsstandort wie Hanau ein wichtiges Erfordernis, erklärte Stadtrat Axel Weiss-Thiel, wenn auch kein einfaches. Eine mehrjährige Planungs- und Entwicklungsphase war dem gestrigen Spatenstich vorangegangen.

Ziemlich genau vor zehn Jahren habe die Ludwig-Geißler-Schule ein neues Leitbild entwickelt und sich dabei zum Ziel gesetzt, das technisch-naturwissenschaftliche Kompetenzzentrum für die Region zu sein, erläuterte Schulleiter Dr. Kurt Herget. Ein Anspruch, der auch einen entsprechenden Standard bei der technische Ausstattung der Schule voraussetze. Schnell sei dabei deutlich geworden, dass das alte Werkstattgebäude aus dem Jahr 1959 den Ansprüchen nicht genügen würde, so Herget.

Zumal in dieser Zeit auch das pädagogische Konzept der Beruflichen Schulen überarbeitet worden sei, wie Günter Rau vom Staatlichen Schulamt veranschaulichte. Neue Impulse gesetzt hätten dabei auch die Betriebe. Sie legten bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter inzwischen auch auf Fähigkeiten wie Kommunikation oder eigenverantwortliches Arbeiten besonderen Wert, erklärte Rau. Im neuen pädagogischen Konzept seien so fachtheoretisches und praktisches Lernen zusammengewachsen, der frontale Unterricht sei dem Arbeiten mit den Schülern gewichen und die Schüler hätten die Eigenverantwortung für ihr Lernen übernommen.

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Neue pädagogische Ansprüche, die auch in die mehrjährige Planungsphase zur Umgestaltung der Räumlichkeiten an der Ludwig-Geißler-Schule eingeflossen sind. Gemeinsam sei so ein Plan entwickelt worden, der den Anforderungen an moderne Unterrichtsräume entspricht, erklärte Herget. Sein Dank ging an den Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau, die als gemeinsamer Schulträger die Finanzierung des Bauprojekts und damit die Umsetzung des Plans ermöglicht hatten. Gerade mit Hinblick auf die Schutzschirmauflagen kein leichtes Unterfangen für die Stadt Hanau. „Wir mussten genau hinschauen, wie wir das hinkriegen“, erklärte Weiss-Thiel.

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Doch auch in Zeiten knapper Kassen sei es für den Industrie- und Technologiestandort Hanau wichtig, in die Qualifizierung zu investieren. Hier könne man die Bedeutung der beruflichen Schulsysteme nicht hoch genug hängen, so Weiss-Thiel. Beim gestrigen Spatenstich für den Neubau, der Ende 2017 bezugsfertig sein soll, waren denn auch die Mühen und Probleme der langen Planungsphase schnell vergessen. Vorherrschend war vielmehr die Freude darüber, dass man nun den Startschuss für den ersten Abschnitt einer Baumaßnahme geben konnte, an deren Ende „eine neue Lernumgebung steht, durch die wir für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt sind“, sagte Herget.

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