„12 Hours“ im Heinrich-Fischer-Bad

Techno unterm Sprungturm lockt nur wenige

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Nur wenige Techno-Fans fanden sich am Samstag zur „12 Hours“-Veranstaltung im Heinrich-Fischer-Bad ein. Das Wetter machte keine Lust auf den Freibadbesuch.

Hanau - Unter der Überschrift „12 Hours“ stand die Veranstaltung am Samstag im Hanauer Heinrich-Fischer-Bad, bei der auf dem Rasen des Freibades viel Platz zum Tanzen zu elektronischer Musik, präsentiert von einem halben Dutzend DJs, vorhanden war. Von Dieter Kögel

Ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm mit auch sportlichen Wettbewerben rundete den Erlebnistag der etwas andern Art im Heinrich-Fischer-Bad ab. Oder er hätte es zumindest tun sollen. Denn anstatt zwölf  Stunden Sport, Chillen, Schwimmen  und Tanzen waren es wegen der Witterung wesentlich weniger. Wettbewerbe  wie  der „Arschbomben -Contest,“ sie haben wohl stattgefunden, aber mit wesentlich weniger Teilnehmern  als  erhofft, sagt Organisator Steffen Henkel. Das Wetter hat eben zu Beginn des  Festes nicht mitgespielt. Macht nichts, es war das erste Mal, und es wird sich herumsprechen, dass das Heinrich-Fischer-Bad nicht nur ein gute Ort zum Schwimmen ist, so die Hoffnung der Organisatoren.

Da herrschte gegen Abend sogar ein Hauch des „Love Family Parks,“ der ja aus Naturschutzgründen aus Hanau wegziehen musste. Kleiner, klar, überschaubarer, ja, aber den vorwiegend jungen Leuten machte es Spaß, zu den Beats aus dem grünen Tragluftzelt auf dem angenehmen Rasen zu tanzen. Im Bereich vor den Umkleidekabinen des Schwimmbades befand sich die Aktionsfläche. Zapfstation, Bar auch mit reichhaltigem Angebot an alkoholfreien Getränken, Essensstand, Eiswagen, Crepestation - es war alles da.

Und zudem gab es Holzpaletten, die gerne als Sitzgelegenheiten oder gar Liegeinseln auf den noch vom vorherigen Regen feuchten Wiesen genutzt wurden. Die Hanauer Firma VAC, die mit von der Partie war, bot sogar Liegestühle an. Chillen und sich ganz unverbindlich über berufliche Möglichkeiten bei dem Hanauer Betrieb informieren - keine schlechte Idee im dekorierten Areal. Denn zwischen Bäume waren Schnüre gespannt, an denen Girlanden herunterhingen, Bäume waren mit Luftballons geschmückt, das Schwimmbad in anderem, ungewohnten Gewand. Und mit ganz neuem Publikum.

Bilder: Techno-Party im Heinrich-Fischer-Bad

Die Hoffnung, dass ein Teil der Besucher vom Samstag den Weg wieder dahin finden, um einfach zu Schwimmen und zu Entspannen, auch ohne Techno-Musik, hegen die Veranstalter allemal. Denn das Heinrich-Fischer-Bad will attraktiver werden, sich öffnen, auch für ganz neue Besuchergruppen, wofür im 55. Jahr des Bestehens eine ganze Reihe von Veranstaltungen geplant sind. Bereits in der kommenden Woche flimmern auf der Großleinwand des Kinopolis im Heinrich-Fischer-Bad für eine Woche die Blockbuster nach Einbruch der Dunkelheit über die Leinwand. Und das Popcorn für den anregenden Kinoabend steht ebenfalls bereit.

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