Waldfest des Fördervereins in Klein-Auheim

Erinnerung an früheren Forstmann im Wildpark 

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Das Infozentrum im Wildpark ist nun nach Gerhard Schulz benannt, der 1967 dafür sorgte, dass die Alte Fasanerie seitdem für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Klein-Auheim - „Der Wettergott ist uns heute nicht hold“, kommentierte die Fördervereinsvorsitzende Hannelore Moravec das bescheiden besuchte gestrige Waldfest des Wildpark-Fördervereins. Von Holger Hackendahl

Auf der Festwiese der Alten Fasanerie waren am Nachmittag vor allem die Plätze unter Schirmen gefragt. Da der normale Schönwetter-Sonntagsansturm ausblieb, hatten Besucher immerhin eine gute Möglichkeit, Plätze für eine Fahrt im Planwagen zu ergattern. Trotzdem bleiben viele Plätze frei in dem überdachten Wagen frei, der von einem Kaltblutgespann gezogen wird, das Pferdefreund Holger Bauer gehört.

Imker Georg Dremel aus Mittelbuchen ließ seine Bienen gleich ganz Zuhause, brachte aber selbst produzierten Honig und Bienenwachskerzen mit. Für Untermalung der wenigen Besucher sorgte zu Festbeginn die Bläsergruppe des Hanauer Jagdclubs und am Nachmittag die Bauchtanzgruppe „Banaat-Al-Layla“. Dazwischen lag ein Kinderprogramm mit Zauberer Stefan Heberer und Märchenerzählerin Carolin Kratz.

Gestern Nachmittag wurde zudem das 1994 erbaute Infozentrum umbenannt, in dem Tierexponate ausgestellt werden und wo Vorträge, Versammlungen und Tagungen stattfinden. In Anwesenheit der Familie des im Juli 2015 verstorbenen Seligenstädter Forstamtsleiters Gerhard Schulz sowie Mitgliedern des Rotary-Clubs Offenbach Einhard wurde es in „Gerhard-Schulz-Haus“ umbenannt.

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„Forstamtsleiter Schulz sorgte 1967 dafür, dass der Wildpark der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde“, würdigte Forstamtsleiter Christian Schaefer posthum den 90-Jährigen, der auch mal „unkonventionelle Wege“ gegangen sei. Immerhin setzte er die Entwicklung des Wildparks zu einem regional bedeutsamen Ort der Erholung und der Umweltbildung in Gang.

Enkel Thilo enthüllte den auf einer Holztafel gestalteten Namenszug über dem Eingang. Zwei weitere Schilder mit dem Konterfei des Forstmanns, der von 1966 bis 79 Leiter des damals für die Alte Fasanerie zuständigen Forstamts Seligenstadt war, wurden im Beisein seiner Ehefrau Inge enthüllt. Und das „Gerhard-Schulz-Haus“ wurde während der Feierstunde auch genutzt. Dort wurde eine mit 1500 Preisen gespickte Tombola des Fördervereins geboten.

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