Beim Bürgerservice

Weil Personal fehlt, muss Stadt Öffnungszeiten kürzen

+
Rund 77.000 Bürgerinnen und Bürger besuchen jährlich den Stadtladen am Marktplatz (Bild) beziehungsweise die vier Stadtteilläden. Weil die Personaldecke dort dünn ist, werden über den Sommer hinweg die Öffnungszeiten gekürzt.

Hanau - Aus Personalmangel müssen in den Sommermonaten und während der Herbstferien die Öffnungszeiten im Hanauer Stadtladen sowie in den Stadtteilläden gekürzt werden. Vor allem im Stadtladen kam es in jüngster Zeit immer wieder zu massiven Wartezeiten. Ein neuer Service zur Terminvereinbarung per Internet könnte bald ein wenig Abhilfe schaffen.

Die Personaldecke bei der Stadt Hanau ist dünn und sie wird im Zuge des fortschreitenden Personalabbaus immer dünner. Das macht sich offenbar mehr und mehr auch beim Bürgerservice bemerkbar. „Die aktuelle Situation im Stadtladen und den Stadtteilläden ist seit einiger Zeit geprägt von gravierenden Aufgabenzuwächsen einerseits und personellen Engpässen andererseits“, muss auch Thorsten Wünschmann, Leiter des Fachbereichs Ordnungsamt und Bürgerservice, einräumen. Die jetzige Besetzung reiche zwar noch aus, um Urlaubsvertretungen sicherzustellen. Wenn aber noch Krankheitsfälle hinzukommen, wird es eng. „Zudem befinden sich noch mehrere neue Mitarbeiterinnen derzeit in der Einarbeitung“, erklärt Wünschmann. All das habe in jüngster Zeit dazu geführt, dass Bürgerinnen und Bürger mit längeren Wartezeiten und übervollen Wartebereichen konfrontiert wurden - vor allem im Stadtladen des Rathauses. Ebenfalls für Verärgerung sorgte, dass immer wieder vor Ablauf der Öffnungszeit die Ausgabe von Wartenummern vorzeitig beendet wurde, so dass betroffene Bürger mehrfach den Stadtladen aufsuchen mussten, um ihre Angelegenheiten zu erledigen. Auch wurden bereits mehrfach Stadtteilläden aus Personalmangel kurzfristig geschlossen.

Da sich in den kommenden Monaten die Personallage nicht entspannen wird, reagiert die Stadt nun mit verkürzten Öffnungszeiten ihrer Servicestellen. Nur so sei zu gewährleisten, das Serviceangebot in seiner bisherigen Vielfalt fürs gesamte Stadtgebiet aufrechtzuerhalten. „Festgehalten wird an dem Serviceangebot in den Stadtteilläden Mittelbuchen, Steinheim, Klein-Auheim und Großauheim, auch an langen Nachmittagsöffnungszeiten für Berufstätige sowie an der Samstagsöffnung im Stadtladen“, versichert Wünschmann, der darauf hinweist, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Stadtladen und den Stadtteilläden trotz der verkürzten Öffnungszeiten den Bürgern immer noch mit insgesamt 44,5 Stunden die Woche zur Verfügung stünden.

Zudem solle der Service demnächst in Form einer Terminvergabe über das Internet weiter verbessert werden, kündigte der Fachbereichsleiter an. „Einige technische Fragen sind hierzu noch zu klären, doch voraussichtlich ab Mitte Juli diesen Jahres haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, für ihr Anliegen einen individuellen Termin in den Stadt(teil)läden zu reservieren.“ Bürger mit einem vorgebuchten Termin würden dann bevorzugt bedient und müssten sich nicht auf lange Wartezeiten einstellen. „Die neue Terminvergabe wird erheblich zu einer Reduzierung von Wartezeiten beitragen und so gerade Bürgerinnen und Bürger mit wenig Zeit entgegen kommen“, erklärt Wünschmann.

Jährlich nehmen etwa 77.000 Bürger den Service im Stadtladen und den Stadtteilläden wahr. Dort können die Bürger eine ganze Palette von Dienstleistungen aus einer Hand erledigen lassen. Ausführliche Informationen rund um das Dienstleistungsangebot der Stadt(teil)läden gibt es unter www.hanau.de oder telefonisch unter 06181/2958135. (did) 

Kommentare