Tabea Melanie Reulecke ist die Hanauer Stadtgoldschmiedin 2017

Aus der weiten Welt in die Brüder-Grimm-Stadt

Hanau - Email und Holz, diese Materialien haben es der neuen Hanauer Stadtgoldschmiedin Tabea Melanie Reulecke angetan. Von Laura Hombach

Stadtgoldschmiedin Tabea Melanie Reulecke.

Bei einem Pressetermin im Goldschmiedehaus nahm die 1981 in Berlin geborenen Künstlerin gestern ihre Ernennungsurkunde in Empfang und gab einen kleinen Einblick in ihre Schmuck- und Objektarbeiten. Seit 2004 ernennt die Stadt Hanau alle zwei Jahre einen Stadtgoldschmied. Die Stadt stellt dafür die finanziellen Mittel von 15.000 Euro zur Verfügung. Die Organisation obliegt der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, während die Staatliche Zeichenakademie die Räumlichkeiten und einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt. Anfang des Jahres hatte eine Fachjury Tabea Melanie Reulecke zur Stadtgoldschmiedin 2017 gewählt. OB Claus Kaminsky bezeichnete die Künstlerin, die bereits in zahlreichen Ländern unterrichtet, ausgestellt und Auszeichnungen erhalten hat, als „Global Playerin“. Thailand, Australien und Chile gehörten zu ihren Stationen. „Wenn man da gewesen ist, führt der Weg anschließend zwangsläufig nach Hanau“, scherzte der OB.

Reuleckes Arbeiten finden indes nicht zum ersten Mal ihren Weg in die Goldschmiedestadt. Einige ihrer Schmuckstücke waren bereits 2012 bei der Ausstellung „Form- & Farbenspiel - neue Wege im Emailschmuck“ im Goldschmiedehaus zu sehen. Gewidmet waren die Arbeiten der Tierwelt, einem Lieblingsthema der Künstlerin, die 2006 ihr Diplom als Designerin und 2015 den Titel Master of Fine Arts erwarb. „Ich beobachte die Tiere gerne und versuche dann auch, ihre Bewegungen in meinen Arbeiten umzusetzen“, erläuterte die Künstlerin. Neben den favorisierten Materialien Email und Holz ist auch die dominierende Farbigkeit ein Merkmal ihrer Arbeiten, in denen sie gerne auch Malerei und Schmuckgestaltung zusammenbringt.

Wie werde ich..? Goldschmiedin/Goldschmied

In ihrer Funktion als 7. Hanauer Stadtgoldschmiedin wird Reulecke im nächsten Jahr für längere Zeit hier Station machen. Dann berichtet sie in einem öffentlichen Vortrag über ihre Arbeit, gibt einen Workshop für ausgewählte Schüler der Zeichenakademie und arbeitet dort im Anschluss noch weitere fünf Wochen vor Ort. 2018 widmet das Goldschmiedehaus der Stadtgoldschmiedin eine Ausstellung.

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