Großes Jubiläum der August-Gaul-Schule

„Wir sind eine Schule für alle“

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An einer „Tafel der Erinnerungen“ konnten sich viele Ehemalige der August-Gaul-Schule über längst vergangene Schultage austauschen.

Großauheim - Zu einem großen Spiel- und Festplatz hat die Schulgemeinde der Großauheimer August-Gaul-Schule am Sonntag aus Anlass des 100-jährigen Bestehens Schulhaus, Schulhof und Freiflächen werden lassen.

Während die Kinder die Sport-, Spiel- und Bewegungsangebote nutzten, konnten Erwachsene, darunter viele Ehemalige, sich eingehend über die Schule und deren aktuelle Arbeit informieren. Und die ist sehr vielfältig an der ganztägig arbeitenden Grundschule mit flexibler Eingangsphase. Der Blick in die Klassenzimmer zeigte das deutlich. Das Projekt Kräutergarten wurde ebenso vorgestellt wie ein Bienen-Projekt. Ein Klassenraum war dem Bereich der Demokratieerziehung vorbehalten, viele weitere Arbeitsinhalte wurden bei dieser besonderen Art des Tags der offenen Tür thematisiert. Ein Raum hatte es besonders den älteren Besuchern angetan. Unter der Überschrift „100 Jahre, 1000 Geschichten“ waren Erinnerungen alter August-Gaul-Schüler gefragt, angeregt durch eine Bildwand mit Material aus dem Bestand des Großauheimer Heimat- und Geschichtsvereins. Da sahen manche Besucher ganz genau hin, denn unbekannt waren ihnen die dargestellten Szenen offenbar nicht, Erinnerungen wurden geweckt – und auch ausgetauscht. Damit sie nicht wieder in der Versenkung verschwinden waren Zettel ausgelegt, auf denen die Erinnerungen notiert werden konnten. Und da kam einiges zusammen.

Auch die Wand mit den Grußbotschaften, die auf Zetteln notiert in der Turnhalle angeheftet werden durften, wuchs zusehends. Viele Ehemalige grüßten dort herzlich und wünschten alles Gute für die Zukunft. Zu den Ehemaligen gehört auch Klaus Pulter, Vorsitzender der Turnerschaft Großauheim, die erst vor wenigen Wochen den Mainuferlauf veranstaltet hatte. Der Erlös war für die August-Gaul-Schule bestimmt, und Pulter überreichte dem Vorsitzenden des Fördervereins, Florian Lukas, einen Scheck über 450 Euro. „Wir haben das ein bisschen aufgerundet“, so Pulter, aber im Grunde sei klar: „Das habt auch Ihr erlaufen.“ Denn auch Schüler der August-Gaul-Schule hatten sich an dem Lauf beteiligt.

Abitur und Schulabschluss: Klassenbilder aus der Region

Das Geld kann die Schule gut gebrauchen. Denn die Umgestaltung des Schulhofs steht an. „Asphalt raus, Natur rein“, steht über dem Vorhaben, das in den nächsten Monaten angegangen werden und den Bedürfnissen der Kinder mehr Rechnung tragen soll. Nach der Scheckübergabe gehörte die Bühne den Kindern der August-Gaul-Schule. Mit Gesang und Singspielen unterhielten sie die Gäste in der voll besetzten Turnhalle.

Die Theke mit Kuchenspenden, sie füllte sich indes immer mehr, und auf dem Schulhof glühten die Grills. Auch die Erlöse aus dem Essens- und Getränkeverkauf,, so Schulleiterin Corinna Heller, fließen in die Kassen, mit denen die Schule vorangebracht werde. Denn: „Wir sind eine tolle Gemeinschaft.“ Deshalb soll auch niemand abseits stehen müssen. Ein neues Vorhaben, das Heller vorstellte, ist eine Art Kasse für Kinder einzurichten, deren Eltern aus finanziellen Gründen nicht alle Ausgaben tragen können. Dabei seien auch die Kinder von geflüchteten Familien im Blick, denen die Teilhaben auf breiter Basis ermöglicht werden soll. Die August-Gaul-Schule sei eben „eine Schule für alle.“

dk

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