Magistrat erläutert aktuelle Entwicklungen in Steinheim

Wohnen auf Zementwerk-Areal

Steinheim - Rund 40 Tagesordnungspunkte standen auf dem Programm beim 11. Stadtteiltreffen in der Steinheimer Kulturhalle.

Der Magistrat gab Ortsvorsteher Klaus Romeis, dem Ortsbeirat und Zuhörern Rückmeldung zu den im letzten Jahr gestellten Anträgen und unterrichtete über Veränderungen im Stadtteil. Seit dem letzten Stadtteiltreffen im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl in Steinheim auf 12.977 Personen angewachsen und verzeichnet damit ein Plus von 135 Einwohnern., berichtete OB Claus Kaminsky. Der Rathauschef erinnerte alle Bürger, die am Stadtteilentwicklungsprozess in Steinheim mitwirken möchten, an die Auftaktveranstaltung am Samstag, 17. September, um 10 Uhr im Jugendheim an der Karlstraße. Sie können in einer regelmäßigen Arbeitsgruppe mitwirken und ihre Wünsche und Anliegen einbringen.

Zum Thema „seniorengerechte Miet- und Eigentumswohnungen auf dem Grundstück Doorner Straße“ konnte Kaminsky vom Abschluss des Bieterverfahrens berichten: „Es wurden von insgesamt vier Bewerbern Angebote abgegeben. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Firma FWD Hausbau GmbH.“ Die Stadtverordnetenversammlung hatte den Verkauf des Grundstücks an FWD Hausbau GmbH im Juli beschlossen. Der Baubeginn ist im August 2017 geplant, die Fertigstellung für Ende 2018 zu erwarten.

Neuigkeiten hatte der OB auch zum 0,6 Hektar großen Grundstück des Zementwerks in der Pfaffenbrunnenstraße 4: „Hier bietet sich die Umnutzung bisher gewerblich genutzter Flächen an.“ Die vorhandenen Gebäude sollen zugunsten einer Wohnbebauung abgebrochen werden. Das Konzept sieht 26 Reihenhäuser vor. Anfang des Jahres hatte die Stadtverordnetenversammlung den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplans gefasst. Derzeit werde der Vorentwurf des Bebauungsplans erstellt.

Auch zum Thema „Ausschilderung und Hinweis Steinheimer Altstadt“ hatte Kaminsky positive Nachrichten: Es wurden 32 Häuser und Objekte ausgewählt, die mit einem Einzelschild als historisch bedeutsam gekennzeichnet werden sollen. Zudem sollen Übersichtstafeln auf dem Altstadtparkplatz und auf dem Kardinal-Volk-Platz aufgestellt werden, die einen Überblick über den gesamten Rundgang geben.

Stadtrat Axel Weiss-Thiel gab einen Bericht über Entwicklungen an den Steinheimer Schulen und wies auf die jüngsten Sanierungsarbeiten hin (wir berichteten). Er erläuterte zudem, dass an der Eppsteinschule, die aktuell 417 Schüler zählt, zwei Intensivklassen mit rund 40 Schülern eingerichtet wurden, die speziell auf Zuwanderer- und Flüchtlingskinder zugeschnitten sind. Zudem wurde die Geschwister-Scholl-Schule mit 174 Schülern im vergangenen Jahr ins Ganztagsprogramm des Landes Hessen aufgenommen. „Insgesamt werden hier derzeit 100 Betreuungsplätze zur Verfügung gestellt“, so Weiss-Thiel.

Stadtrat Andreas Kowol kündigte Maßnahmen an der S-Bahn Haltestelle Steinheim an: „Derzeit plant die Deutsche Bahn den Bau eines Begegnungsgleises, um Verspätungen auf dem eingleisigen S8-Streckenabschnitt Mühlheim-Hanau Hbf zu verringern.“ Die vorgesehenen Umbaumaßnahmen umfassen ein zusätzliches Gleis mit Weichen, den S-Bahn-Mittelbahnsteig, die Verlängerung der Fußgängerunterführung im Bahnhofsbereich, einen neuen Aufzug sowie eine neue Eisenbahnbrücke über die Offenbacher Landstraße. Frühestmöglicher Baubeginn soll in vier bis fünf Jahren sein.

Für die Trauerhalle Friedhof Nord sei noch keine endgültige Entscheidung über die weitere zukünftige Nutzung getroffen worden, berichtete Kowol: „Die Trauerhalle ist im Moment weiterhin in Betrieb. Wenn in den nächsten Jahren eine weitere Nutzung erfolgen sollte, ist eine Sanierung erforderlich“, bestätigt der Stadtrat. Aus städtischer Sicht sei ein Rückbau der Halle wünschenswert, das auf dem Friedhof Süd eine moderne Trauerhalle zur Verfügung stehe. Die Planungen für die lang ersehnte Schlosshof-Bühne sollen, so Kowol, im Ortsbeirat in der Sitzung am 6. Oktober vorgestellt werden. (cs.)

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