Kinder stellen Eltern Ergebnisse vor

Ferienspiele: Suche nach dem Ernst des Lebens

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Kinder aus der Wald- und Wiesengruppe präsentieren beim Fest zu den Ferienspielen ihre selbst gebauten Insektenhotels.

Heusenstamm - In die „Welt der Sinne“ tauchen die städtischen Ferienspiele in der ersten Hälfte der Sommerferien mit insgesamt 250 Kindern. Sie treffen sich täglich in den Grundschulen der Schlossstadt, im Hort Kinderburg und im Jugendzentrum. Von Michael Prochnow 

Zu einem Fest im Kultur- und Sportzentrum Martinsee haben die „Welten-Bummler“ ihre Familien eingeladen und Kreatives für die Bühne einstudiert.  Der erste Auftritt gebührt Andrea Filsinger. Viele Ferienspieler kennen sie noch aus dem Juz oder in der Clownsmaske. Sie feiert nicht nur Ferien, sondern auch Geburtstag, und wo wäre für eine Mitarbeitern der Kinder- und Jugendförderung ein besserer Platz als mitten im Ferienprogramm! Zu den Gratulanten zählt Bürgermeister Halil Öztas, der auch für das Geschick der zwei Dutzend Erzieher und Sozialpädagogen viel Lob spendet. Da scharrt die erste Gruppe schon ungeduldig vor der Bühne in der großen Halle mit den Füßen. Sie kommen von den Schlossgespenstern aus der Adalbert-Stifter-Schule und präsentieren Fühlbilder sowie Kästen, die zu einem mobilen Barfußpfad zusammen gesetzt werden können. Den weihen sie auch gleich barfuß ein, staksen über Steine, Sand, Laub und Holz, laden ein, „erfühl’ deine Welt, wie sie dir gefällt“.

Andere „Geister“ suchen sich Mitspieler aus dem Publikum und reisen mit Hilfe einer klappernden und stinkenden „Zeitmaschine“ in verschiedene Epochen, treffen Ritter und Kinder mit Smartphones. „Jungs sind laut, stark, wild, aggressiv und kennen keinen Schmerz!“ Vielleicht auch ein bisschen von sich selbst eingenommen, aber eventuell haben die Mitglieder der reinen Buben-Gruppe in der Matthias-Claudius-Schule die Charakterisierung mit einem zwinkernden Auge formuliert. Die „Jungs von heute“ stellen sich jedenfalls mit einem witzigen Hörspiel vor. Das zweite Rembrücker Team tanzt zum Pop-Hit „I Got A Feeling“, stellt dabei mit köstlicher Mimik und Gestik die fünf Gefühle aus dem Film „Alles steht Kopf“ vor, Angst, Ekel, Kummer, Mut und Freude. In der „Kinderburg“ sind natürlich auch „Agenten“ zu Hause, die Lehrlinge aus dem Hort an der Philipp-Reis-Straße sind mit riesigen Lupen unterwegs, langen, schwarzen Mänteln und Hüten, die bis über die dunklen Sonnenbrillen gezogen sind.

Ferienspiele am Martinsee

Einer ganz anderen Aufgabe folgt die Mädchengruppe. Sie macht sich auf die „Suche nach dem Ernst des Lebens“, fragt allerlei seltsame Gestalten, bis sie auf die wenig ernste Antwort eines Hundefreunds stoßen: Der Dackel ist’s! Und schon wieder wird in Martinsee geforscht, diesmal nach einem Hotel. Maja, Willi und Flips finden gleich drei davon, Bienen und Grashüpfer werden fündig bei der Wald- und Wiesengruppe, die Insektenhotels im Holzrahmen konstruiert hat. Zum Finale verspricht Ferienspiel-Leiterin Britta Müller noch eine „Überraschung aus dem Universum der Sinne“, einen „Urknall“. Noch einmal wird ausgelassen getanzt und gesungen, Dank gilt dem Organisationsteam, das auch eine gesellige Feier vorbereitet hat, zu der Eltern Kuchen mitgebracht haben. Dabei ist manches Kunstwerk aus den Workshops zu bewundern, Armbänder, Bilder aus Ton und Aquarellfarben, Regenmacher, Laserschwerter, Stiftehalter und Kaleidoskope.

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