Fußballturnier der Schulkindbetreuungen

Schneller, als man mitzählen kann

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Und... Flanke! Die Schüler legten sich beim Turnier der Schulkindbetreuungen ins Zeug. 

Heusenstamm - Das müssen die Deutschen Nationalkicker erstmal hinkriegen: Wenn junge Heusenstammer Fußball spielen, zeigt sich mancher Stürmer so unaufhaltsam, dass man mit dem Torezählen kaum hinterherkommt. Von Yvonne Fitzenberger

Gut, die Europameisterschaft verlangt noch ganz andere Qualitäten, als sie Schlossstadt-Schüler an den Tag legen können. Aber an EM-Fieber mangelt es auch letzteren keinesfalls, wie das Turnier zwischen der Nachmittagsbetreuung der Otto-Hahn-Schule, den Betreuungskindern der Adalbert-Stifter-Schule und des Kinderhorts zeigt. Patrizia Weißbordt hat den Vergleich auf Wunsch der „Drei Freunde“ organisiert. Fünf Mannschaften zeigen, dass sie talentierte Nachwuchskicker in ihren Reihen haben. In den je sechs Minuten Spielzeit schenken sie sich nichts auf dem Hallenboden der Otto-Hahn-Schule. Die Stimmung ist aufgeheizt und sehr fair. Wie, bis zu ihrem Rauswurf, bei den Nordiren.

Am Rande feuern Mitschüler ihre Mannschaften an. Sie haben allen Grund. Einige der Jungs und die wenigen Mädchen zeigen Siegeswillen. Mal führt das nicht zu Treffern dank der großartigen Verteidigung der Gegner. Oft aber hagelt es Tore. Im Teams mit maximal acht Schülern treten die Gruppen im K.O.--System gegeneinander an. Jede hat alle Altersgruppen gemischt, von der Vorstufe bis zur vierten Klasse, mit selbst gewählten Kapitänen und Namen, angelehnt an ihr Lieblingsteam - oder ganz stolz als Vertreter ihrer Schule und mit dem Namen ihrer Betreuung.

Der Erfolg ist gewiss. Und Patrizia Weißbordt hat sogar schon vor dem Anpfiff erklärt, dass sie künftig öfter solche Turniere austragen möchte: „Wir wollen das jetzt alle drei bis vier Monate machen.“ Das bedeute natürlich erstmal Aufwand, doch „dank der Zusammenarbeit des Kinderhorts und der Adalbert-Stifter-Schule mit uns und unseren freiwilligen Helfern ist das kein Problem“.

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Und manche kleinen Hürden werden organisatorisch schon im Sturm genommen, noch bevor der erste Schülerfuß flanken kann. Weißbordt: „Leider hatten wir keine Bälle.“ Also brachte Thomas Kühnlein, Geschäftsführer unserer Zeitung, die Sache ins Rollen, ließ zwei lederne Exemplare springen.

Das Turnier endete nach zehn Spielen mit dem Wanderpokal. Ihn holte die Mannschaft OHS 1. FC Real. Platz zwei belegte der FC Hort Kinderburg, gefolgt vom ersten Team der Schlossgespenster auf Platz drei. Platz vier und fünf erreichten der FC Bayern OHS sowie die Schlossgespenster 2.

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