„Pfarrheim wird gebaut“

Gemeinde hält an Plänen für St. Cäcilia fest

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Das alte Pfarrheim St. Cäcilia soll abgerissen, das Areal inklusive Pfarrhof (roter Pfeil) dann nach den Plänen der Gemeinde mit einem kleineren Heim und zwei Häusern mit insgesamt sieben Wohnungen neu bebaut werden.

Heusenstamm - Sieben Jahre sind vergangen, seit Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat von St. Cäcilia erstmals verkündeten, die Unterhaltungskosten für das Pfarrheim nicht mehr finanzieren zu können. Passiert ist seither viel, das Gebäude aber steht wie eh und je. Dennoch: Pfarrer Martin Weber ist zuversichtlich, dass es weiter geht mit den Neubauplänen. Von Claudia Bechthold

Vor einem knappen Jahr habe man den Prozess zum Neubau des St.-Cäcilia-Pfarrheims gestoppt, formuliert es Pfarrer Martin Weber. Man habe Bedenkzeit benötigt und Gespräche mit dem Bischöflichen Ordinariat geführt zur Wirtschaftlichkeit der Wohngebäude sowie der Art der Vorgehensweise. Jetzt aber werde das Ganze wieder in Gang gesetzt. Wie mehrfach berichtet, wurde 2009 öffentlich, dass sich die katholische Pfarrgemeinde im Alten Ort ihr Heim eigentlich nicht mehr leisten kann. Vor allem der jüngere Teil verursache hohe Kosten, die nicht durch Einnahmen gedeckt werden könnten, hieß es damals. Zudem bestehe großer Sanierungsbedarf. Ein Jahr später wurde der 1978 eröffnete Teil des Gebäudes gesperrt, weil Brandschutzauflagen nicht erfüllt waren. Seitdem kann nur der wesentlich ältere Teil noch genutzt werden.

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2011 fiel die Entscheidung zum Abriss, 2013 folgte ein Architekten-Wettbewerb. Der Sieger-Entwurf musste mittlerweile verändert werden, weil die Bebauung auf dem innenliegenden Grundstück zu eng geworden wäre. 15 Wohnungen waren geplant, sieben sind es noch. Geblieben ist das freistehende Pfarrheim in Form eines Kubus mit Flachdach. Nach der Entscheidung, die Baupläne zu verwirklichen, musste vom Stadtparlament ein „vorhabenbezogener Bebauungsplan“ aufgestellt und offengelegt werden. Bevor über die Akzeptanz eingereichter Einsprüche zum Projekt entschieden wurde, stoppte die Pfarrgruppe das Vorhaben. Das ist nun ein Jahr her.

Anfang dieses Jahres habe man sich nun entschlossen, an den Plänen festzuhalten, berichtet Martin Weber. Allerdings müsse zunächst über die vorliegenden Einsprüche zur Änderung des Bebauungsplans entschieden werden. „Wir werden uns demnächst mit der Stadt zusammensetzen“, kündigt der Pfarrer an. Sollten die Einsprüche nicht substantiell sein, werde das Projekt fortgesetzt. Wobei der Bau eines neuen Pfarrheims erste Priorität habe, „das sind wir der Gemeinde schuldig“. Sinnvoller aber wäre sicher, auch die geplante Wohnbebauung zu verwirklichen. „Wir sind der Überzeugung, dass das Projekt für die Pfarrgemeinde und die Stadt gut ist.“

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Einen Zeitplan gibt es noch nicht. Zumal nach Verabschiedung des Bebauungsplanes erst einmal eine Baugenehmigung eingeholt werden müsse. Weber: „Und dann muss auch die Wirtschaftlichkeit noch einmal neu berechnet werden.“

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