Junge Firmengründer starten durch

Die Informatik revolutionieren

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Haben die Nische für ihre eigene Firma gefunden: Tobias Michael (von links), Florian Schuch und Fabian Abt.

Heusenstamm -  Sie haben ihre Nische gesucht und gefunden. Die Jungs der Firma „tm:IT Solutions“ wissen genau, wo sie hinwollen: am liebsten in die ganze Welt. Von Carolin Henneberg 

Der Nerd 2.0 kommt aus Heusenstamm. Was ein Nerd 2.0 ist? Die drei Freunde Tobias Michael, Florian Schuch und Fabian Abt können’s erklären, haben gemeinsam eine Informationstechnik-Firma (kurz IT-Firma) gegründet: „Wir wollen die IT-Branche revolutionieren“, sagen sie und stecken sich hohe Ziele. „Wir legen vor allem Wert auf Dienstleistung.“ Klingt einfach, sei aber in der Branche nicht immer selbstverständlich. Wer mit einem Informatiker rede, sei danach meist verwirrter als zuvor: „Viele schmeißen mit technischen Fremdwörtern nur so um sich“, weiß Tobias Michael. „Die Nerds 1.0 haben eine andere Einstellung als wir, jeder von ihnen hat sein Steckenpferd, um das er sich kümmert.“ Das wollen die Jungs von „tm:IT Solutions“ ändern, wollen alle Leistungen aus einer Hand bieten und ihren Kunden ohne verschwurbelte Sprache erklären, was sie machen.

Alles aus einer Hand heißt in diesem Fall: IT-Lösungen für kleine und mittelständige Unternehmen anbieten. „Das beinhaltet eigentlich so gut wie alles“, sagt der 28-jährige Florian Schuch. „Von der Netzwerkinfrastruktur über den gesamten Social-Media-Auftritt bis hin zum Einrichten von Arbeitsplätzen mit Computern, Telefonanlagen und Internet.“ Drei Schlagwörter haben sie sich auf die Firmenfahne geschrieben: Lösungsorientiert, anwenderfreundlich und transparent wollen sie sein.

Tobias Michael und Florian Schuch kennen sich schon seit der Krabbelstube. Im Sommer vergangenen Jahres wollten sie zusammen eine App für das Smartphone auf den Markt bringen: „Wir wollten den Nutzern das tägliche Lesen der Nachrichten erleichtern.“ Allerdings war ein ähnliches Format schon unterwegs und die Sandkastenfreunde legten die Idee auf Eis. „In der Zeit haben wir aber gemerkt, wie gut wir auch arbeitstechnisch zusammenpassen, die Mischung aus technischem Know-how und dem wirtschaftlichen Wissen passt einfach super.“ Und so gründeten sie ihre Firma.

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Fabian Abt, 27, ist noch Student: Mathematik und Informatik sind seine Fächer. Er wird nach dem Studium als dritter Geschäftsführer dazustoßen: „Wir wollen das Rad gar nicht neu erfinden“, sagt er. „Wir möchten den kleineren Unternehmen einfach die gleiche Expertise bieten, wie sie sich die großen Firmen leisten können.“ Was ihnen noch fehlt: „Einen guten Webentwickler, den suchen wir.“ Diesem winke dann auch eine Festanstellung im Team, das neben den drei Freunden aus Studenten und Praktikanten besteht, „auch Frauen sind dabei – und das in einer IT-Firma, das glaubt ja nie einer“, scherzt der 27-jährige Tobias Michael.

Seit dem Start im November 2015 haben sie sich einen Stamm von 14 Geschäftskunden aufgebaut, „auch private Kunden betreuen wir noch, wollen uns aber auf Unternehmen fokussieren“, erzählt Michael, dessen elterlicher Keller als Büro dient: „Aber nur noch bis Juni, dann ziehen wir in unsere eigenen Räume.“

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