Schnellen Schrittes

Katholische Detektive ermitteln mit Spaß

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Lohn am Feuer: Die Katholische Jugend inszenierte Fälle in der Altstadt.

Heusenstamm - Bei Yara-Joline könnte es klappen. Die Neunjährige könnte sich vorstellen, später mal Detektivin zu werden.

Den Ausweis dazu hat sie bereits – der Katholischen Jugend Heusenstamm sei Dank! Sie lud zu einer „Detektivischen Nacht“ ein, und 49 Mädchen und Jungen bewährten sich rund um St. Cäcilia als Spürnasen. „Es macht Spaß, jemanden zu belauschen und Fälle zu lösen“, erklärt Yara-Joline, „sich zu verkleiden und nicht bemerkbar zu machen“. Zusammen mit ihrer Freundin Christina hat sich das gesuchte Taschengeld gefunden! Und zwar in der Kirche. „Es war einer von hier, der Große mit der blauen Jacke“, schildert die Ermittlerin und deutet auf einen Jugendlichen am Stockbrot-Feuer. Gemeindereferentin Nathalie Lisson und ihr A-Team mit Sabine Fox, Ulrike Antosch, Steffi Reiser und Valerie Krebs haben den Fall mit acht Stationen ausgearbeitet. Die Kandidaten mussten die Notrufnummer 110 kennen, Fingerabdrücke nehmen und mit jenen von den Gruppenleitern vergleichen, die in einer Kartei vorlagen. Im Pfarrheim an der Schlossstraße schlängelten sie sich durch ein Netz aus Wollfäden. Und weil Detektive auch Sachverhalte präzise beschreiben können müssen, bildeten Modellautos eine weitere Aufgabe: Die Azubis sollten einen Unfall beschreiben.

Noch ein Spiel, das partytauglich erscheint: Die künftigen Schnüffler sollten zwei Dinge erkennen, die sich an Personen verändert haben – Ohrring getauscht, Haargummi umgesetzt, Tuch eingesteckt. Schließlich trainierten die Schüler ihre ruhige Hand, umfuhren einen unter Spannung stehenden „heißen Draht“. Da kam die Meldung von der verschwundenen Kasse. Der Salvatore vom Restaurant gegenüber gab einen entscheidenden Tipp, in Richtung Schloss sei einer schnellen Schritts davongeeilt. In der englischen Telefonzelle fanden die Gruppen einen Plan mit einer markierten Stelle im Schlosspark vor, am Bannturm verfolgten sie Fußspuren. Knicklichter leuchteten den Weg zum Schlosshotel, wo auf einem Foto das Wort „Torbau“ zu erkennen war. Und ein Rosenkranz – also ins Gotteshaus! Und da hockte er, der Gruppenleiter mit der blauen Jacke, der das Geld „sicherheitshalber“ an sich genommen hatte.

Wie werde ich...? Detektiv/in

Die Brezel mit Bockwurst hatten sie sich verdient! Zur Dämmerung scharten sich alle Detektive um lodernde Flammen. Die Säle im alten Teil des Pfarrheims waren vorbereitet, Schlafsack an Schlafsack lag dort bereit. Für die Gemeindereferentin Lisson ist es wichtig, dass die Kinder zusammenkommen, „ihren Platz in der Gemeinde finden“, einfach „dabei sein“ können. In der Katholischen Jugend planen sie bereits weitere spannende Aktivitäten für Jüngere und für Teenager. M.

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