Stadt prüft Möglichkeiten zur Abhilfe

Land unter in Heusenstammer Gärten

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So sahen die Schlossstraße und angrenzende Gärten am Sonntag aus.

Heusenstamm - Die Gärtner sind sauer. Die Arbeit mehrerer Monate war am Sonntag binnen kürzester Zeit zunichte gemacht. Nach einem heftigen Regenguss standen die Schlossstraße und etliche Gärten unter Wasser. Nicht zum ersten Mal. Von Claudia Bechthold 

Mit viel Liebe pflegen die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) in der Regel ihre Gärten, züchten Blumen, vor allem aber Obst und Gemüse sowie das eine oder andere Kräutlein. Einige von ihnen, jene deren Gärten im Norden der Anlage an der Schossstraße nahe der Straße Im Biebergrund liegen, können zumindest einen Teil ihrer diesjährigen Ernte abschreiben. Denn am vergangenen Sonntag standen nach einem heftigen Regen mal wieder etliche Gärten komplett unter Wasser. Schuld ist ein Kanal, der Wasser aus einer „Regenentlastungsanlage“ nahe der Forstweiher aufnimmt. Von dort fließt das Wasser zunächst in einem offenen Graben ab, der aber an der Jahnstraße in einen Kanal mündet, um an der Schlossstraße wieder an die Oberfläche zu kommen. Diese Kanal, der etwa 70 Zentimeter Durchmesser hat, ist an beiden Seiten durch Gitter verschlossen. „Damit soll verhindert werden, dass Kinder in den Kanal klettern“, erläutert Bürgermeister Halil Öztas auf Anfrage. An diesen Gittern sammele sich aber auch Laub und Gehölz, das den Abfluss verhindere. So komme es zu den Überschwemmungen.

Langfristig müsse der Kanal erneuert und dabei so gebaut werden, dass die Gefahr von Überflutungen deutlich sinke, meint Öztas. Doch das dauere, wegen der Finanzierung und der Genehmigungsverfahren, Jahre. Man überlege derzeit, ob kurzfristig eine sogenannte Wildbachsperre Abhilfe schaffen könne. Außerdem will der zuständige Fachdienst prüfen, ob eine Umgestaltung des Querschnitts der Straße und der Einfahrt zur Anlage möglich sei, so dass das Wasser nicht mehr in die Gärten, sondern in Richtung Schlossgraben abfließt, berichtet Öztas. Die Gärtner würde es freuen, wenn ihnen Überschwemmungen erspart blieben.

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