Im Zwerggewann halten DHL-Fahrer ihre Ruhezeiten ein

Parkende Laster werden im Gewerbegebiet zum Problem

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Lastwagen an Lastwagen stehen die „Brummer“ auch zur Mittagszeit im Zwerggewann. Die Fahrer parken dort, um ihre Ruhezeiten wahrzunehmen.

Heusenstamm - Nicht zum ersten Mal parken Lastwagen an den Straßen neben unbebauten Grundstücken im Gewerbegebiet Zwerggewann zwischen Seligenstädter Grund und Martinsee. Immer wieder müssen städtische Mitarbeiter die Fahrer von dort vertreiben, denn sie hinterlassen nicht nur Müll. Von Claudia Bechthold 

Ganz neu ist das Problem parkender Lastwagen im Gewerbegebiet Zwerggewann nicht. Auch in der Vergangenheit hatten sich immer wieder Fahrer das zum Teil noch unbebaute Gebiet ausgeguckt, um die vorgeschriebenen Ruhezeiten zu erfüllen. Das Aufstellen von Parkverbotsschildern hatte eine Zeit lang geholfen. Nun gibt es seit geraumer Zeit wieder zunehmend Beschwerden über dort abgestellte Transporter und Schwertransporter. Allerdings nicht unbedingt wegen der dicken Fahrzeuge, sondern vor allem wegen der Fahrer. Das Problem sei bekannt, beantwortet Bürgermeister Halil Öztas die Anfrage dazu. Schäden an Pflanzen, eine zunehmende Vermüllung und die Hinterlassenschaften der Fahrer, die ihre Notdurft in der Landschaft verrichten, würden immer mehr zum Ärgernis, betont er weiter. Befragungen seiner Mitarbeiter bei den Fahrern hätten ergeben, die meisten der im Zwerggewann angetroffenen Laster-Lenker sind im Auftrag der DHL unterwegs.

Seit das neue DHL-Paketzentrum in Obertshausen mehr oder weniger in Betrieb sei, nehme die Parkerei wieder zu, bestätigen auch andere Beobachter das Phänomen. Öztas wendet sich daher an die DHL direkt. „Diese Belastung ist nicht hinzunehmen“, sagt Heusenstamms Bürgermeister, der auch seinen Amtskollegen Roger Winter in der Nachbarstadt auf das Problem ansprechen will. „Entweder muss DHL den Fahrern auf dem eigenen Gelände die Möglichkeit anbieten, die Ruhezeiten einzuhalten, oder Obertshausen muss sich etwas ausdenken“, meint Öztas. Eventuell gebe es ja auch eine interkommunale Lösung.

In einem Brief an die DHL habe er deutlich gemacht, dass er das Schlossstädter Gewerbegebiet für den falschen Standort zum Einhalten der Ruhezeiten für Laster-Fahrer halte. Auch die dadurch entstehende Verkehrssituation halte er nicht für gut. Und es müsse dringend eine Lösung gefunden werden, damit sich die Situation nicht weiter verschärfe. Nun will der Verwaltungschef erst einmal abwarten. Sollte sich aber keine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Heusenstamm abzeichnen, werde man dies nicht hinnehmen. „Dann müssen wir uns andere Wege überlegen, wie wir damit umgehen.“ Allein das Entfernen von Müll lässt Kosten entstehen.

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