Fraktionen sollen im Schloss in kleinere Räume umziehen

CDU und SPD rücken zusammen

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Im Schloss wird offenbar der Platz knapp für die Stadtverwaltung. Jetzt sollen die CDU- und die SPD-Fraktion umziehen.

Heusenstamm - Bewegung kommt in die Stadtverwaltung im Schloss. Wie viele Veränderungen anstehen, ist nicht bekannt, doch als erstes soll das Standesamt umziehen. Was nicht nur auf Gegenliebe stößt. Von Claudia Bechthold 

Heiraten in Heusenstamm ist beliebt. Immer mehr Paare wollen das schöne Ambiente im und am Hinteren Schlösschen nutzen, um den Bund fürs Leben zu schließen. Von etwa hundert Trauungen im Jahr sei die Zahl mittlerweile auf rund 150 gestiegen, schätzt Hauptamtsleiter Hendrik van Eck. Aus diesem Grund hat Bürgermeister Halil Öztas (SPD) entschieden, das Team zu verstärken. Standesbeamtin Brigitte Löw, seit einiger Zeit für die Friedhofsverwaltung zuständig, wird wieder ins Standesamt ziehen und die Friedhofsverwaltung mitnehmen. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Gudrun Lückert und Christina Riedel wird sie für beide Aufgaben zuständig sein.

Aus diesem Grund benötige das Standesamt mehr Platz im Schloss, begründet Öztas die Umzugspläne. Das Dreier-Team soll in jenen Raum einziehen, den bislang die CDU als Fraktionszimmer nutzt. Die CDU soll sich künftig das Fraktionszimmer der SPD mit dieser teilen. „Wir werden den Raum teilen und zwei Zimmer daraus machen“, kündigt der Verwaltungschef an. Der CDU stünden damit künftig 27 Quadratmeter zur Verfügung, der SPD 25. Das sei ausreichend für 13 beziehungsweise 12 Fraktions- sowie je drei Magistratsmitglieder. „Das sind notwendige Schritte, die gegangen werden müssen“, betont Öztas.

Weniger erbaut von diesen Plänen, die während der Sommerferien verwirklicht werden sollen, sind die Mitglieder der beiden großen Fraktionen im Stadtparlament. „Bei unseren Fraktionssitzungen sind nicht nur unsere aktiven Mitglieder dabei, sondern immer auch jene, die auf den nächsten Nachrücker-Plätzen stehen“, betont Lothar Fella, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Etwa 20 Personen nehmen also regelmäßig an diesen Zusammenkünften teil. Und auch von der SPD hört man, dass deren Mitglieder nicht glücklich seien über diese Entscheidung. Öztas erläutert zudem, den Fraktionen stünde für Sitzungen mit mehr Teilnehmern auch noch der Multifunktionsraum neben dem Stadtverordneten-Sitzungssaal zur Verfügung.

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Verärgert ist Fella allerdings auch über die Art und Weise, dass man von dem Umzug per Brief erfahren hat: „Man hätte uns ja auch mal ansprechen und mit uns reden können. Vielleicht hätten sich aus einem Gespräch sogar Alternativ-Vorschläge für eine Lösung ergeben.“

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