Rückenwind für neuen Radweg

Verbindung Rembrücken - Hainhausen soll verbessert werden

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Ziel der radelnden Runde war das Hofgut Patershausen. Bei einer Erfrischung tauschten sich die Teilnehmer um Heusenstamms Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu (rechts) und Landrat Oliver Quilling (2. von rechts) über die gewonnenen Erkenntnisse aus.

Heusenstamm - Gemeinsam geht oder fährt es sich besser: Keine revolutionäre Erkenntnis, aber für den Bau von überörtlichen Radverbindungen ein neuer Weg. Landrat Oliver Quilling steuerte mit einer Gruppe von Politikern und Experten neuralgische Punkte für Zweiradfahrer an. Von Michael Prochnow und Jörn Polzin 

Darunter Schwachstellen und gelungene Planungen. In Rembrücken, der letzten Station auf der Tour durch den Rodgau, ist die Welt in Ordnung. Zumindest für die Stahlross-Ritter. Experten und Politiker, darunter auch Bürgermeister Halil Öztas, bewerteten die Situation auf der Heusenstammer Straße als positiv. Schließlich wurde die Durchgangsstraße vor einigen Jahren erneuert, erhielt Mittelinseln und beiderseits einen Radstreifen. Keine Gefahr, kein Grund zur Beanstandung. In der Tempo-30-Zone sind die Zweiradfahrer sicher, meinen die Experten. Ganz anders verhält es sich auf der Verbindung von Rembrücken nach Rodgau-Hainhausen, auf der täglich viele Schüler und Senioren unterwegs sind. Allerdings häufig auf der Landesstraße entgegengesetzt zur Fahrtrichtung. Um einen Radweg wird dort schon lange gekämpft - bislang vergeblich.

Doch an einer Lösung für das Sorgenkind wird gearbeitet, versichert Uwe Michael Hajdu. Die Überlegungen gehen dahin, am nördlichen Rand der Straße einen Radweg mit Leitplanke abzuteilen. Der größte Teil der Strecke, erläutert Heusenstamms Erster Stadtrat, betreffe aber die Rodgauer Gemarkung. Diese endet erst 100 Meter vor dem Ortssschild Rembrücken. Sobald Rodgau den Radweg angelegt hat, sei es Aufgabe auf Heusenstammer Seite, einen Mittelstreifen zu errichten, um die sichere Querung zu ermöglichen. Eine Frist für die Fertigstellung gibt es nicht. „Der Zeitplan wird noch zwischen den Gemeinden abgestimmt werden“, betont Hajdu.

Mit der Rad-Vernetzung in und um Heusenstamm zeigt sich der Erste Stadtrat ziemlich zufrieden. „Wir haben in der Vergangenheit viel in dieser Richtung unternommen. Die Anbindung an Hainhausen stand bei uns und den Rodgauer Kollegen schon länger oben auf der Agenda.“ Grundsätzlich gilt: Jeder neue Radweg muss genau auf Sinnhaftigkeit überprüft werden. Kriterien wie Mindestbreite und Gefahrenlage spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Von 0 auf 4700 Meter - Mit dem Rennrad hinauf in die Anden

Was bei der Tour auffällt: Das Problem beginnt oft dort, wo die Gemarkung endet. Gut ausgebaute und sinnvoll geformte Radwege enden abrupt, fordern gefährliche Situationen heraus. Etwa auf der Kreisquerverbindung zwischen Rodgau und Dietzenbach. Eine Mittelinsel soll geschaffen werden, um den Übergang auf dem Hessen-Radweg 4 von der Schlossstadt gen Süden gefahrloser zu gestalten. Ein geschlossenes, überörtliches Streckennetz könnte das Radfahren noch attraktiver als Transportmittel machen, meinte Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger. „Wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, sieht man vieles doch aus einer anderen Perspektive“, ergänzt Quilling.

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