Sport für Teamarbeiter

Rugby Klub „Die Füchse“ hofft auf Preisgeld für Sommercamp

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Heusenstamm - Der Rugby Klub „Die Füchse“ zählt zu den Bewerbern um einen der Preise, die Holzland Becker aus Obertshausen mit den „Klingelnden Vereinskassen“ ausgeschrieben hat. Mit dem Geld – bis zu 1000 Euro – will der Klub das Sommercamp vergrößern. Denn das Angebot für Rugby-Spieler ist noch recht klein. Von Yvonne Fitzenberger 

Fußball scheint der Nummer-Eins-Sport in Deutschland zu sein. Die Angebote an Vereinen und Sommercamps ist groß. Dass es aber noch andere Mannschaftssportarten gibt, geht oft unter. Der Rugby Klub Heusenstamm (RKH) „Die Füchse“ will das ändern. Auf Wunsch der Kinder hat es dieses Jahr bereits das dritte Sommercamp für den Verein gegeben. Und andere Teams würden auch gerne mit dabei sein. Allerdings reichen dazu die Mittel des Vereins nicht. Die Teilnahme beim Holzland-Becker-Voting soll helfen, das möglich zu machen. „Die Kinder sind neidisch auf die Sommercamps, die es für Fußballer gibt“, erläutert Holger Sans, Jugendwart des Vereins. Daher haben sie vor drei Jahren das erste Sommercamp ausgerichtet. Zurzeit ist es nur für Spieler des Klubs.

In diesem Jahr konnten 30 Kinder der Füchse an dem Sommercamp teilnehmen. Mit dabei waren außerdem zwei Organisatoren, fünf Trainer des Vereins und zahlreiche Eltern zur Unterstützung. Außerdem sind mehrere Trainer und Nationalspieler eingeladen worden, die nicht zum Verein gehören. Darunter ein Leichtathletik-Trainer und Spieler der Nationalmannschaft, die großteils in Heidelberg ansässig sind. Sans: „Das ist das Besondere an unserem Sport: Die Kinder haben die Möglichkeit, Nationalspieler zu treffen und mit ihnen zu trainieren.“ Etwas, das beim Fußball undenkbar ist, führt der Jugendwart fort.

Neben dem Training und gesunder Ernährung steht auch der Spaß im Mittelpunkt. „Wasserschlachten und mal andere Sportarten austesten stehen genauso auf dem Plan“, sagt Sans. Den Abschluss des Camps bildet ein Eltern-Kind-Turnier, an dem auch Spieler der Erst-Liga-Mannschaft teilnehmen. Medaillen und T-Shirts gehören genauso zum Rugby-Camp wie bei anderen Sportcamps auch. Alles, was die Kinder in der Zeit erleben, wird allein vom RKH gestemmt. Die Versorgung übernehmen Freiwillige, die Anreise von Spielern und Trainern muss bezahlt werden. Außerdem versucht der Club sozial schwächer gestellte Kinder zu unterstützen, um ihnen die Teilnahme am Camp zu ermöglichen.

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Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung werden groß geschrieben, betont Sans. „Da ist kein Platz für Einzelkämpfer“, erläutert er, „Rugby ist eine Teamsportart, in der jeder seinen Platz findet.“ Jungen und Mädchen, die bei anderen Sportarten ausgegrenzt werden, fänden im Rugby ihre Position. Sans: „Egal, welche Statur ein Kind hat, jeder Spieler ist willkommen. Kleine Kinder sind schnell, breiter gebaute werden super Stürmer sein.“ Bis zur U12-Mannschaft spielen Jungen und Mädchen auch noch gemeinsam und das ohne Probleme. „Manche Mädchen sind unsere flinksten Spieler“, meint Sans und lacht fröhlich. Für den wachsenden Erfolg des Sports spricht auch die stetig steigende Mitgliederzahl, die zurzeit bei zirka 350 liegt. Die erste Mannschaft spielt in der ersten Liga und drei Heusenstammer haben es in den festen Kader der Nationalmannschaft geschafft. Vier weitere sind im erweiterten Kader.

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